Gemüse

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Gemüseanbau im Kleingarten


  • Aubergine

    Die Aubergine stammt ursprünglich aus Asien. Die Ursprungsform war eiförmig, eigroß und weiß. Daher stammt auch Ihr Name: egg-plant – zu Deutsch Eierpflanze. Heute ist sie meist violett bis schwarz, rund-oval oder schmal-länglich. Im 19. Jahrhundert wurde die heutige Form gezüchtet. Sie stammt aus Indien und zählt zu den Nachtschattengewächsen. Sie besteht bis zu 93 % aus Wasser. Die größten Produzenten sind China, Afrika, Arabien und Europa.

    Die Samen werden Mitte April ca. 0,5 cm in den Anzuchttopf gegeben und mit Wasser angegossen. Halte die Anzuchterde feucht. Nach etwa 8-12 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Setze den Setzling ab Ende Mai mit einem Abstand von 60 cm x 60 cm um. Damit die Früchte später nicht von der Pflanze abknicken, kannst du einen Stab zur Unterstützung anbringen.

  • Brokkoli

    Gesundheit

    Wissenschaftler entdeckten, dass Brokkoli die Ausbreitung von Krebszellen stoppen kann. Die gebildete Substanz heißt I3C. Jedoch ist die richtige Zubereitung von Brokkoli wichtig. Erhitze das Gemüse nicht zu stark, am besten wäre Rohkost! Er kann auch den Blutzuckerspiegel und Blutdruck senken. Auch die Haut soll dank des Wirkstoffes Sulforaphan vor UV-Strahlung besser geschützt werden. Ein regelmäßiger Verzehr kann das Herz-Kreislaufsystem stärken. Lass dir deinen Bio Brokkoli schmecken!

    Vermehrung

    Die Samen werden ab Mitte März ca. 1 cm tief in Vorzuchtschalen gepflanzt und mit Wasser angegossen. Halte die Anzuchterde feucht. Nach etwa 4 – 6 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Sobald der Erdball gut durchwurzelt ist und die Pflanzen etwa 3 – 5 Blätter gebildet haben, können Sie die Pflänzchen aussetzen. Eine gute Beet-Vorbereitung (Kompostbeigabe oder Bio Dünger, da Brokkoli viel Wasser und Nährstoffe benötigt) ist von großem Vorteil. Setze den Brokkoli in einen Abstand von 50 x 50 cm um Platzmangel untereinander zu vermeiden.

    Klima

    Im Gegensatz zu Blumenkohl, gedeiht Brokkoli auch auf kargem Boden und bei kühlem Klima. Allerdings bevorzugt er einen sonnigen Standort und fruchtbaren lehmigen Boden. Durch den Anbau in Italien, Spanien, Frankreich, Holland, England und Deutschland, ist ein ganzjähriges Angebot möglich.

    Ernte

    Sobald der Kopf gut ausgebildet ist, kann der Brokkoli geerntet werden. Meist geschieht dies zwischen Mitte Juni – Ende September. Schneide den geschlossen Kopf mit Strunk auf einer Länge von 20 cm ab. Der Brokkoli sollte dunkel und höchstes 3 – 4 Tage gelagert werden. Aber auch einfrieren ist problemlos möglich und eine gute Alternative. Eine mehrfache Ernte ist möglich.

  • Buschbohnen – Cupidon

    Geschichte

    Der Ursprung unserer heut bekannten Gartenbohne (welche aus Wildbohnen gezüchtet wurde) liegt in Süd- und Mittelamerika. Archäologen fanden heraus, dass Bohnen schon 3000 Jahre vor Christus angebaut wurden und zu den wichtigsten Nutzpflanzen der Indios gehörten. Es gibt über 100 verschiedene Sorten.

    Gesundheit

    Bohnen sind sehr gesund und ein wichtiger Eiweißlieferant. Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor, Spurenelemente, sowie Vitamin A, B, D und E, verleihen dem gesunden Gemüse einen hohen Nährwert. Auch eine harntreibende und Blutzuckersenkende Wirkung wird den Bohnen nachgewiesen. Bitte verzehren Sie Bohnen nicht im Rohzustand!

    Vermehrung

    Die Samen werden ab Mitte Mai ca. 4 – 5 cm tief direkt ins Freiland gepflanzt und mit Wasser angegossen. Halte die Anzuchterde am besten feucht. Nach etwa 10 – 20 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Setze die Buschbohne in einen Abstand von 40 x 30 cm um Platzmangel untereinander zu vermeiden. Lockere regelmäßig den Boden auf, um Unkraut zu vermeiden. Um Samen für das nächste Jahr zu erhalten, lasse einige Hülsen komplett auf der Pflanze ausreifen und entnehme diese bei trockenem Wetter. Dünge die Bohne nicht zu viel bis kaum, da diese ein Schwachzehrer ist!

    Klima

    Gartenbohnen sind an verschiedene klimatische und ökologische Bedingungen angepasst. Sie gedeihen am besten bei Temperaturen von 15 bis 30 °C während der Wachstumsperiode, bei möglichst gleichmäßig verteilten Niederschlägen und relativ kühlen Nächten unter 20 °C.
    Gartenbohnen sind sehr frostempfindlich. Warme, sonnige, windgeschützte Standorte liebt sie. Ein mittelschwerer (sandig-lehmig), lockerer, sowie humusreicher Boden ist vorteilhaft für große Erträge.

    Ernte

    Geerntet werden die Bohnen immer nur bei trockenem Wetter zwischen Juli und September. Der richtige Zeitpunkt zum Dreschen ist dann, wenn die Hülsen trocken sind und leicht aufspringen. Bei großen Mengen können die getrockneten Bohnen in einen Sack, oder in einen alten Bettbezug gegeben werden, schlage danach mit einem Stock auf das jeweilige Behältnis und trete mit den Füßen darauf. Diesen Vorgang nennt man dreschen. Kleinere Mengen werden mit der Hand aus der Hülse entfernt. Frische Bohnen können kühl rund 7 Tage gelagert werden.

  • Chinakohl

    Geschichte

    Der Ursprung unseres heut bekannten Chinakohls liegt wie der Name schon sagt in China. Er wird auch „Zahn des weißen Drachens“ genannt. Im letzten Jahrhundert (70er Jahre) fand auch dieser den Weg nach Amerika und Europa, wo er heute im großen Stil kultiviert wird. Gegessen wird der Chinakohl roh, gebraten, oder sauer eingelegt. Es wird vermutet, dass der Chinakohl durch eine Kreuzung zweier andere Kohlsorten entstand. Chinakohl Granaat bildet hohe, schlanke, geschlossene Köpfe mit angenehm mildem Geschmack. Leichte Fröste sind für den Chinakohl kein Problem.

    Gesundheit

    Chinakohl ist ein beliebtes Wintergemüse. Er enthält vor allem Vitamin B, C und Folsäure. Er stärkt das Immunsystem und ist auch zum Abnehmen sehr zu empfehlen. Chinakohl ist leicht verdaulich und kann auch bei Verdauungsproblemen gegessen werden. Durch den hohen Folsäure Gehalt ist er für Schwangere Frauen eine große Bereicherung. Wenn Sie das Gemüse schneiden, kochen oder kauen, bildet sich ein Stoff namens Sulforaphan. Diesem wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt. Auch sekundäre Pflanzenstoffe welche im Chinakohl enthalten sind, sollen Krebserkrankungen vorbeugen.

    Vermehrung

    Die Samen werden ab Juli ca. 2 – 3 cm tief direkt ins Freiland gepflanzt und mit Wasser angegossen. Halte die Anzuchterde feucht. Nach etwa 4 – 6 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Setze den Chinakohl in einen Abstand von 40 x 40 cm um Platzmangel untereinander zu vermeiden. Eine regelmäßige Düngung ist Voraussetzung für einen gesunden Wuchs.

    Klima

    Um den Kohl vor Frost (Kurzzeitiger Frost von -4 °C macht dem Chinakohl nicht zu schaffen) zu schützen, kannst du diesen mit einem Vlies abdecken. Er gedeiht am besten bei Temperaturen von 18 bis 20 °C während der Wachstumsperiode.

    Ernte

    Geerntet wird der Chinakohl ab Oktober. Er bildet große Blattmassen. Die optimale Lagerung ist ein kühler Raum mir hoher Luftfeuchtigkeit. Lege den Kohl mitsamt den Wurzeln in Kisten mit feuchtem Sand. Die komplette Pflanze kann so bis Ende Januar ohne Probleme halten. Auch einzeln in Zeitungspapier einwickeln ist eine gute Alternative der Lagerung. Wenn du den Kohl putzt und anschließend in feuchte Tücher einwickelst, haltet dieser im Kühlschrank bis zu 4 Wochen frisch. Bitte entferne regelmäßig braune Stellen.

  • Eissalat

    Aussaat

    Aussaat: März – August
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 1 cm
    Keimtemp.: 12 – 16 °C
    Keimdauer: 5 – 8 Tage
    pikieren: nach ca. 2 Wochen
    verpflanzen: April – August
    Reihenabstand: 25 cm
    Pflanzabstand: 25 cm
    Ernte: Mai – Oktober

    Geschichte

    Bereits vor dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich durch Zucht von Saatgut alter Salatsorten der Grazer Krauthäuptel. Ein wichtiges geschichtliches Vorkommnis fand in den 1950er Jahren statt, als er im österreichischen Zuchtbuch eingetragen wurde und somit offiziell anerkannt war. 

    Der Grazer Krauthäuptel gilt als „seltene landwirtschaftliche Kulturpflanze“ des Agrar-Umweltprogramms zur Förderung des Anbaues von seltenen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen in Österreich. Dank traditionellem Wissen und der langen Erfahrung der ansässigen Bauern, konnte sich diese Sorte des Eissalates als kulturelles Gut der Region entwickeln. Mit ca. 2 Millionen Köpfen pro Saison findet er vor allem auf heimischen Märkten starken Anklang. 

    Gesundheit

    Der Grazer Krauthäuptel enthält vor allem die Vitamine Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C. Spurenelement und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Mangan, Kupfer und Zink sind ebenfalls in nennenswerten Maßen enthalten.

    Studien belegen, dass das Vitamin C vor allem in den äußeren Blättern zu finden ist und Richtung Mitte des Kopfes immer weiter abnimmt. Der hohe Folsäure Gehalt macht ihn besonders empfehlenswert. 

    Er zeichnet vor allem der feine rötliche Rand an den Blättern aus. Die Aufbewahrung im Kühlschrank ist einige Tage möglich. Sein Geschmack ist bitterfrei und leicht süßlich. 

    Vermehrung 

    Das Saatgut wird im Februar in Vorzuchtschalen gepflanzt und zu Setzlingen gezogen. Seine Keimdauer beträgt 5–8 Tage. Ab März bis Juni, je nach Temperatur, können diese dann ins Freiland.

    Der Boden sollte einen ph-Wert von 6,5-7,5 aufweisen, außerdem sollte Stickstoffdünger nur in geringen Mengen verwendet werden, um ein Hochschießen zu vermeiden.

    Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand für ein optimales Wachstum mindestens 30 cm betragen. Die Informationen zum Boden liegen bei einer sandig lehmigen Struktur, diese bevorzugt er besonders. 

    Klima 

    Für ein optimales Wachstum sollte die Bodentemperatur zwischen 8 und 12 °C betragen. Nach dem Pflanzen der Setzlinge sollten diese mit Vlies abgedeckt werden, um Kälteschäden zu vermeiden.

    Mit steigender Temperatur sollte dieses entfernt werden, die optimale Umgebungstemperatur liegt dann bei 20 °C. Bei einer Umgebungstemperatur von unter 4 °C und über 30 °C schränkt sich das Wachstum stark bis komplett ein. 

    Ernte 

    Die Ernte findet je nach Aussaat zwischen Mai – Oktober statt.

  • Erbsen | Markerbsen

    Aussaat

    Aussaat: April – Mai
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 4 -5 cm
    Keimtemp.: 10 – 20 °C
    Keimdauer: 8 – 14 Tage
    Reihenabstand: 30 cm
    Pflanzabstand: 3 – 4 cm
    Ernte: Juli/August

    Geschichte

    Markerbsen, lateinisch pisum sativum convar. sativum, gehören botanisch zu der Gattung der Hülsenfrüchte. Viele kennen Markerbsen als Konserve oder Tiefkühlkost. Für Hobbygärtner und Urban Gardeners sind Markerbsen ertragreiche Pflanzen, deren Anbau nicht allzu schwierig ist, wenn man einige Grundregeln zur Handhabung von Saatgut und Bodenpflege beachtet und Geschichtliches über die Pflege von Erbsen weiß. 

    Sie sind bereits aus der Römerzeit bekannt. Der Anbau der zuckerhaltigen Pflanzen war schon damals beliebt und verbreitete sich rasch in Europa. Markerbsen wurden in der Antike als Fruchtbarkeitssymbole verehrt. In anderen Kulturen, z.B. in Indien, galten sie dagegen als empfängnisverhütend. Kulturelles Interesse galt den genügsamen, schön blühenden Pflanzen in verschiedenen Kulturkreisen, und in zahlreichen Lebensräumen waren und sind sie noch heute ein wichtiges Lebensmittel. 

    Markebsen stammen botanisch wie Palerbsen und Zuckererbsen von Wilderbsen ab. Frisch werden sie selten zum Kauf angeboten, eher als Nasskonserve oder Tiefkühlkonserve. Markerbsen sind reich an Kohlehydraten, die sehr leicht in Zucker umgewandelt werden und für den süßen, aromatischen Geschmack der Markerbsen sorgen. 

    Gesundheit 

    Markerbsen sind auch reich an Ballaststoffen, wertvollen pflanzlichen Eiweißen, Mineralien wie Kalium, Eisen, Zink, Vitaminen der Gruppe der B-Vitamine. In kleineren Mengen enthalten sie auch Provitamin A und C. Somit sind Erbsen ein gesundes Gemüse, das selbst von Kindern und Leuten, die eigentlich kein Gemüse essen mögen, gemocht wird. 
    Markerbsen enthalten auch wichtige Enzyme, die in der Vorbeugung und Behandlung von Tumoren eingesetzt werden. 

    Vermehrung

    Bevor man als Gärtner mit dem Anbau von Markerbsen beginnt, braucht man einige Informationen zu Aussaat, Bodenbeschaffenheit, klimatischen Bedingungen und zur Vermehrung. Das Saatgut kann Ende März im Freiland ausgesät werden. Die Samenkörner werden dazu ca. 2-3 cm tief in den Boden gesteckt. Bald treiben die Samen aus. Stehen sie zu dicht, sollte man ausdünnen. Erbsen brauchen für gesunden Wuchs und hohen Ertrag Rankhilfen aus Metall oder Holz, die man im Handel erwerben, oder mit etwas Geschick selbst anfertigen kann. Erbsen mögen keine Staunässe, der Boden sollte gelockert sein. 

    Klima

    Markerbsen mögen ein mildes, sonniges Klima mit wenig Schatten.

    Ernte

    Sie brauchen natürlich auch ausreichend Regen in der Wachstumsphase und einen leichten, gelockerten Boden. Die Ernte der prallen, grünen Hülsen erfolgt im Sommer mit reichem Ertrag.

     

  • Feldsalat

    Aussaat

    Aussaat: Juli – September
    Ort: Freiland
    Saattiefe 1 – 2 cm
    Keimtemp.: 15 – 20 °C
    Keimdauer: 10 – 12 Tage
    Reihenabstand: 10 cm
    Pflanzabstand: 10 cm
    Ernte: September – März

    Geschichte

    Die Feldsalatsorte verte a coeur plein 2 gehört als eine Sorte des gewöhnlichen Feldsalats zu den einjährigen, krautigen Pflanzen. Wie alle heutigen Sorten geht auch diese Züchtung auf den wilden Feldsalat Valerianella locusta zurück. 

    Sie ist schnellwüchsig und bildet vollherzige Blattrosetten mit mittelgroßen, dunkelgrünen Blättern. Sie gilt als sehr robuste und winterharte Sorte, die sich durch ein feines, nussiges Aroma auszeichnet.

    Als geschichtliches Kuriosum darf die Tatsache gelten, dass Feldsalat bis ins 19. Jahrhundert als Unkraut zwischen dem Wintergetreide galt. 
    Je nach Region wird Feldsalat auch als Rapunzel, Vogerlsalat oder Ackersalat bezeichnet.

    Gesundheit 

    Feldsalat enthält neben relativ viel Eisen auch reichlich Vitamin C. Damit dient dieses wohlschmeckende Wintergemüse auch perfekt als Schutz gegen Erkältungen. Außerdem enthält er größere Mengen an Provitamin A, das im Körper zu Vitamin A umgesetzt wird, das unter anderem beim Sehvorgang eine entscheidende Rolle spielt. Die im Feldsalat enthaltenen ätherischen Baldrian-Öle wirken insbesondere bei Stress beruhigend. 

    Vermehrung

    Das Saatgut wird von Mitte August bis Mitte September etwa 1 cm tief direkt in der Erde gegeben. Als Lichtkeimer sollte keinesfalls tiefer gesät werden. Wie andere Feldsalatsorten bevorzugt er humose, kalkhaltige, mittelschwere bis schwere Böden. Ideal ist die Aussaat in Reihen mit 10 bis 15 cm Abstand, um den Pflanzen genügend Raum zu geben. Zwischen dem Saatgut sollten innerhalb einer Reihe mindestens 2 cm sein. Bei regelmäßiger Bewässerung sind nach 12 bis 18 Tagen die ersten Pflänzchen zu sehen. In der frühen Wachstumsphase sollten regelmäßige Volldüngergaben erfolgen. 

    Klima

    Feldsalat gilt bei sonnigem bis halbschattigem Standort als relativ anspruchslos. Es sollte allerdings nicht zu heiß werden. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 10 bis 15 °C. 

    Ernte

    Erntezeit ist von November bis April. Dabei werden die Rosetten kurz über der Erde abgeschnitten. Der Salat kann einige Tage kühl gelagert werden. 
    Entgegen anders lautender Informationen ist dieser Salat sehr gut zum Überwintern im Freien geeignet, jedoch nicht für das Gewächshaus. Empfehlenswert ist die Mischkultur mit Radieschen, Spinat oder Zwiebeln.

  • Grünkohl

    Aussaat

    Aussaat: Juni – Mitte Juli
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 0,5 – 1 cm
    Keimtemp.: 15 – 18 °C
    Keimdauer: 6 – 10 Tage
    vereinzeln: nach 2 Wochen
    Reihenabstand: 75 cm
    Pflanzabstand: 50 cm
    Ernte: Oktober – Dezember

    Geschichte 

    Der Grünkohl ist eine der ältesten Kohlsorten. Zum Punkt “Kulturelles”: Er wurde bereits im Altertum in Europa kultiviert. Auch im Römischen Reich wurde er schon angebaut, dort war es der Palmkohl, der als der Urkohl gilt. Diese Grünkohlart gibt es heute noch in Italien. Auch hierzulande gibt es Geschichtliches zu berichten: In deutschen Kräuterbüchern hielt er im 16. und 17. Jahrhundert Einzug. 

    Gesundheit 

    Grünkohl ist ein hochbasisches Lebensmittel. Basischer Ernährung wird heute ein kulturelles Interesse zugeschrieben. Im alten Ägypten behandelte man mit der Pflanze 83 Krankheiten. Er ist reichhaltig an Calcium, Eisen, Vitamin K und C und enthält zahlreiche Antioxidantien. Diese Stoffe helfen dem Organismus schädliche Stoffe loszuwerden. Er enthält wertvolle Proteine, weshalb er auch bei Vegetariern oft auf dem Speiseplan steht. Alten Informationen des griechischen Arztes Hippokrates nach, hilft der Kohl bei Magendarmbeschwerden, Durchfall, Husten und Heiserkeit. Der Römer, Carlo der Älter, glaubte den Informationen, dass der Kohl bei Brustkrebs heilend wirkt. 

    Vermehrung 

    Die Pflanzen brauchen viel Platz für das Wachstum. Das Beet sollte ausreichend groß sein, ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kann das Saatgut direkt ins Freiland gebracht werden. Es sollte in zwei Zentimeter Tiefe gesät werden. Der Abstand zwischen den Reihen und den Pflanzen sollte bei vierzig bis fünfzig Zentimeter liegen. Eine gute Qualität beim Saatgut sorgt mitunter für kräftige Pflanzen. 

    Klima 

    Grünkohl ist ein typisches Wintergemüse, er wird nach dem ersten Frost geerntet. Das heißt aber nur die Ernte findet in den Wintermonaten statt, gepflanzt wird er aber nach dem 17. Mai, und gedeiht am besten in der vollen Sonne. Temperaturen bis zu minus 15 Grad übersteht er ohne Schaden, weshalb er auch in kalten Ländern angebaut wird. 

    Ernte 

    Nach dem ersten Frost beginnt die Erntezeit, welche hauptsächlich in der Zeit von November bis Januar liegt. Liebhaber schätzen hier die zarten jungen Blätter und Triebe in der Mitte der Pflanze. Die kalten Wintertemperaturen sorgen für den milden und süßlichen Geschmack, allerdings ist dazu kein Frost erforderlich. Grünkohl wird oft als Beilage zu deftigen Fleischgerichten gegessen, was vor allem in Norddeutschland sehr beliebt ist. Langsam findet dies aber auch in allen anderen Regionen Anklang. In vielen deutschen Regionen gibt es das “traditionelle Grünkohlessen”.

  • Gurke – Salat

    Aussaat

    Aussaat: April
    Ort: Schale
    Saattiefe: 2 cm
    Keimtemp.: 22 – 28 °C
    Keimdauer: 4 – 6 Tage
    auspflanzen: ab Mitte Mai
    Reihenabstand: 1 m
    Pflanzabstand: 30 cm
    Ernte: Juli – September

    Geschichte

    Die Gurke Tanja ist eine besonders ertragreiche Sorte. Diese Sorte kann besonders gut für den Freilandanbau genutzt werden. Die Früchte der Gurke Tanja sind schlank, dunkelgrün und ungefähr 20-25 cm lang. Außerdem ist diese Gurkensorte bitterfrei und leicht bestachelt. Für einen leckeren, frischen Salat ist die Gurke Tanja besonders geeignet. Aber auch in einem grünen Smoothie macht diese Gurkensorte sich gut. Die Gurke stammt aus der Familie der Kürbisgewächse. Geschichtliches gibt es so einiges über Gurken zu erzählen. Gurkensorten gibt es reichliche auf der Welt. Diese unterscheiden sich vor allem in der Größe und auch geschmacklich. 

    Kulturelles über die Gurke gibt es ebenso einiges zu wissen. Zum Beispiel über den früheren Anbau der Gurken. Die ersten Anfänge des Gurkenanbaus im Glashaus gab es im 19. Jahrhundert, richtig entwickelt hat er sich aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bis in die 1960er-Jahre wurde der Gurkenanbau in den Mistbeeten betrieben. Erst mit der vollständen Industrialisierung der Betreiber konnte sich das Glashaus als Gemüse-Produktionsstandort durchsetzen. 

    Gesundheit

    Gurken sind nicht nur besonders gesunde Pflanzen, sondern auch ein echter Schlankmacher. Vor allem wegen des hohen Wasseranteils der Gurken sind diese sehr kalorienarm. Gurken eignen sich nicht nur für den Verzehr, auch im Bereich Wellness kommen Gurken oft zum Einsatz, beispielsweise für Gesichtsmasken. Gurken enthalten Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C, Vitamin K und darüber hinaus die Mineralstoffe Kalium sowie Eisen. Außerdem sind Gurken entzündungshemmend und habe eine antioxidante Wirkung. 

    Vermehrung 

    Für die Gurke Tanja wird kein Gewächshaus benötigt. Mitte April fängt die Voranzucht dieser Gurkensorte an und dauert ungefähr bis Mitte Mai. Die Freiland-Pflanzung erfolgt von Mitte Mai bis Ende Juni. Wer direkt ins Beet säen möchte, der sollte immer drei Samenkörner in ein Pflanzloch legen. Der Mindest-Abstand zum nächsten Pflanzloch sollte 30 cm betragen. Die Gurke kann auch rankend auf dem Balkon angebaut werden 

    Klima

    Die Freilandgurke Tanja benötigt im Beet einen feuchten und warmen sowie vollsonnigen Standort, der windgeschützt ist. Der Boden muss locker sein und sollte sich im Frühjahr schnell erwärmen. Außerdem darf dieser nicht zum Verschlammen neigen. 

    Ernte

    Geerntet wird von Mitte Juli bis Ende September. Diese Freiland Pflanzen werden meistens durch Einlegen oder auch durch Einkochen konserviert. Wichtig ist es, das Saatgut nach der Ernte gründlich abzuwaschen.

  • Karotte

    Aussaat

    Aussaat: März – Juli
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 1 – 2 cm
    Keimtemp.: 10 – 20 °C
    Keimdauer: 14 – 21 Tage
    vereinzeln: nach 4 Wochen
    Reihenabstand: 25 cm
    Pflanzabstand: 2 – 3 cm
    Ernte: August – Oktober

    Geschichte

    Schon seit 60 n. Chr. ist dieses Gemüse bei den Griechen wie auch in Rom bekannt und wird zu verschiedenen Zwecken genutzt. Violette, gelbe und weiße Karotten aus Afghanistan und den Mittelmeer-Gebieten finden ihren Ursprung in Kleinasien. Geschichtliches und kulturelles Nachforschen zeigt, dass die Karotte in der bekannten Farbe Orange erstmals auf niederländischen Gemälden des 17. Jahrhundert zu sehen ist.

    Daher stammt diese Karottensorte höchstwahrscheinlich von dort. Neben dem bekannten Anbau auf dem Feld, oder dem Gemüsebeet zu Hause kann die Karotte sich auch wild auf Wiesen verbreiten. Karotten werden roh, gekocht, zerkleinert, oder püriert genossen.

    Gesundheit

    Karotten enthalten zahlreiche Nähr- und Ballaststoffe, die der Körper für sich positiv nutzt. Kalorienarm und mit wenig Fruchtzucker ist dieses Gemüse ein ideales Nahrungsmittel. Vitamine, wie B1, B2 und B6 sind lebenswichtige Bausteine für Knochen, Muskeln und den gesamten Stoffwechsel. Diese sind in der Karotte in einem hohen Anteil zu finden. Weiterhin sind: Magnesium, Phosphor, Calcium und weitere wichtige Nährstoffe. Genaue Informationen mit g, mg und µg Angaben pro Nährstoff, lassen sich überall nachschlagen. 

    Tipp: Durch die Zubereitung mit Fett (z.B. durch die Zugabe von Öl) wird die Aufnahme von Betacarotin verbessert.

    Vermehrung

    Die Aussaat der Karotten-Samen kann ab Anfang März beginnen. Das Saatgut wird in Furchen in einem Abstand von etwa 2 bis 4 cm pro Samenkorn gepflanzt.

    Die Keimzeit vom Samen bis zu den Pflanzen kann je nach Witterung bis zu 4 Wochen dauern. Wichtige Informationen für dich: Die Pflanzen sind recht anspruchslos und benötigen erst bei starker Trockenheit Wässerung, Dünge den Boden am besten mit Kompost oder Mist. 

    Klima

    Karotten sind an verschiedene klimatische und ökologische Bedingungen angepasst. So sind Gebiete mit 16 bis 18 Grad Celsius ideale Anbaugebiete. Die Temperaturen sollten idealerweise tagsüber und nachts möglichst gleichbleibend sein. Ein mittelschwerer sandiger, lockerer, sowie humusreicher Boden ist vorteilhaft für große Erträge. 

    Ernte 

    Die Ernte erfolgt je nach Karottensorte ab Mitte Mai, bis zum ersten Frost. Geerntet wird je nach Sorte nach 6 bis 8 Wochen. Frühe Karotten sollten frisch verbraucht werden, Lagerungs-Karotten halten sich über 7 bis 10 Tage.

  • Knollenfenchel

    Aussaat

    Aussaat: Februar – März
    Ort: Topf
    Saattiefe: 1 – 1,5 cm
    Keimtemp.: 20 – 22 °C
    Keimdauer: 8 – 12 Tage
    pikieren: nach 3 Wochen
    auspflanzen: April/Mai
    Reihenabstand: 40 cm
    Pflanzabstand: 20 cm
    Ernte: Ende Juni/Juli

    Geschichte 

    Der Knollenfenchel war ursprünglich im Mittelmeerraum und Vorderasien beheimatet. Die Römer brachten diese Pflanzen auf ihrem Eroberungszug durch Mitteleuropa bis in den Norden des Kontinents. Schließlich wurde das Gewächs in den Klostergärten kultiviert und diente als Heilkraut. Durch sein mild-würziges Aroma fand der Knollenfenchel im 19. Jahrhundert auch seinen Weg in die mediterrane Küche. Vergleichbar ist dieser Doldenblütler mit Dill, Sellerie, Kümmel oder Petersilie. Diese Pflanzen gelten als geschichtliches und kulturelles Erbe der Menschen in Europa. 

    Gesundheit

    Die Römer setzten Fencheltee im Falle von Blasen- und Nierenleiden oder bei Verdauungsstörungen ein. Später erkannten die Mönche seinen Nutzen in der Frauenheilkunde. Selbst zum Schutz gegen Aberglauben wurde das Gewächs eingesetzt. Zurückzuführen ist dies laut diverser Informationen auf seine beruhigende und entspannende Wirkung. 

    Vermehrung 

    Der Knollenfenchel ist sehr anspruchsvoll. Dieses einjährige Gewächs lässt sich im Gewächshaus zwar schon im Januar kultivieren, die Aussaat im Freien sollte jedoch erst bei milden Temperaturen, bis spätestens Mitte Juni erfolgen. Der Abstand ist mit 25 cm von Pflanze zu Pflanze einzuhalten und der Boden vorher mit reifem Kompost zu bearbeiten. Im Durchschnitt werden die Pflanzen 50-80 cm hoch. Vorsicht ist bei Schnecken geboten. Wird das Saatgut einfach ausgestreut, fressen Schnecken die jungen Sprösslinge. Die Ernte fällt entweder komplett, oder mit erheblichen Einbußen aus! 

    Klima 

    Zu lange und heiße Sommertage führen zu langen, platten Knollen und Schosser Blüten. Das lässt sich durch genügend Schatten verhindern. Die Pflanzung vor einer Hauswand, die nachmittags nicht mehr durch Sonneneinstrahlung aufgewärmt wird, ist optimal. Die Kultivierung im Gewächshaus stellt kein Problem dar. Der Knollenfenchel ist außerdem nicht frostresistent.

    Ernte 

    Sein geschichtliches und kulturelles Erbe lässt sich am Besten in der Küche erleben. Die zarten und schneeweißen Knollen bildet der Knollenfenchel ca. 14 Tage vor der Ernte aus. Sind diese Knollen zu sehen, gilt es die Tage zu zählen und die Vorfreude steigt. Laut Informationen zahlreicher begeisterter Hobbygärtner ist der optimale Zeitpunkt erreicht, wenn die Knolle sehr dick ist und dem Gewächs keinen Spielraum mehr zum weiteren Wachstum bietet. Die Knolle sollte dann etwa faustgroß sein. Zwischen Aussaat und Ernte vergehen ungefähr 3-4 Monate.

  • Kohlrabi – blau

    Aussaat

    Aussaat: Februar – März
    Ort: Topf
    Saattiefe: 2 cm
    Keimtemp.: 16 – 20 °C
    Keimdauer: 5 – 8 Tage
    auspflanzen: April
    Reihenabstand: 30 cm
    Pflanzabstand: 25 cm
    Ernte: Mai/Juni

    Geschichte

    Die Herkunft sowie die Entstehung des blauen Kohlrabis (österreichisch: Kohlrübe, schweizerisch: Rübkohl) ist bislang ungeklärt. Es wird vermutet, dass der bei uns so beliebte Kohl aus dem Mittelmeerraum, oder Mittelasien kommt. Erst aus dem 16. Jahrhundert liegen uns sichere Beweise über die Existenz des Kohlrabis in Form von eindeutig identifizierbaren Zeichnungen vor.

    Viel Geschichtliches lässt sich so leider nicht über die Pflanze herausfinden. Ein besonderes kulturelles Merkmal des blauen Kohls ist der Name. Dieser lässt sich zwar vom lateinischen “caulis” (Kohl) “rapum” (Knolle) ableiten, allerdings wurde der deutsche Name in einigen Ländern übernommen, wie beispielsweise ins Japanische, Russische, oder ins Englische. 

    Gesundheit

    Der blaue Kohlrabi enthält eine Vielzahl an Vitaminen. So enthalten beispielsweise schon 100 g von dem rohen Gemüse 67,1 mg Vitamin C, A, B1, sowie B2 und Niacin. Des Weiteren gibt die Pflanze auf 100 g – 545,9 mg Mineralstoffe, wie Eisen, Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium.

    Das besondere Geheimnis der Kohlrabi Pflanze liegt in den Blättern. Diese enthalten rund doppelt so viele Nährstoffe wie die Knolle selbst. Carotin ist sogar 100-fach vorhanden. Die Blätter können mitgekocht werden. 

    Vermehrung

    Das Jahr des blauen Kohlrabis beginnt in D-A-CH Ländern Ende März/Anfang Mai. Zu diesem Zeitpunkt kann das Saatgut bereits unter Folie oder etwa in ein Frühbeet gepflanzt werden. Direkt ins Freie sollte es allerdings erst ab den Eisheiligen im Mai. Das Saatgut wird dabei in ca. 1 cm tiefe Löcher gepflanzt. Am besten verwendet man dafür spezielle Anzuchterde, Kokosfasern, oder etwa Kakteenerde.

    Ab etwa 15-18 Grad werden sich die ersten Sprösslinge des Kohls bilden. 
    Wichtig ist bei der Freilandpflanzung auf die Abstände der wachsenden Pflanzen zu achten. Diese sollten ungefähr bei 20 cm liegen. 

    Klima

    Da der Kohlrabi ein typisch deutsches Gemüse ist, liegt es nahe, dass er mit unserem Klima hervorragend zurechtkommt. Er ist klimatisch ziemlich breitgefächert und wächst größtenteils in Mittel- und Westeuropa. 

    So wie sich der Kohlrabi in den Sommer- und Herbstmonaten mit niedrigen Temperaturen zufriedengibt, so braucht er im Jugendstadium Wärme.
    Worauf man bei der Freilandpflanzung von Kohlrabi vor allem Acht geben sollte ist der Niederschlag, denn größere Schwankungen der Feuchte des Bodens können zum Aufplatzen der Knollen führen. 

    Nach unseren Informationen wird der Kohlrabi – vielleicht gerade aus diesem Grund – besonders in den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Deutschland in Gewächshäusern angebaut. 

    Ernte

    Die Pflanzen des Kohlrabis sind sehr robust. Dadurch und durch die verhältnismäßig kurze Entwicklungszeit werden sie oft als Vor-, Zwischen- oder Nachfrucht angebaut. Einige der frühen Sorten werden bereits nach ca. 8 Wochen geerntet. Bei der Ernte sollte man speziell auf die zu erreichende Knollengröße des Kohlrabis achten.

    Eine Faustregel unter den Gärtnern besagt, dass kleinknollige Kohlrabi Arten die Größe eines Tischtennisballs haben sollten, um geerntet werden zu können. 

    Dies sollte dann auch zügig getan werden, denn umso länger der Kohl reif in der Erde verweilt, umso holziger kann er werden. Geerntet wird der Kohl mit einem scharfen, sauberen Messer direkt unterhalb der Knolle.  Bei einem kühlen, sowie feuchten Lagerraum kann der Kohlrabi bis zu einigen Monaten lagerfähig sein.

  • Kohlrabi – weiss

    Aussaat

    Aussaat: Februar – März
    Ort: Topf
    Saattiefe: 2 cm
    Keimtemp.: 16 – 20 °C
    Keimdauer: 5 – 8 Tage
    auspflanzen: April
    Reihenabstand: 30 cm
    Pflanzabstand: 25 cm
    Ernte: Mai/Juni

    Geschichte

    Kohlrabi ist eine Gemüsepflanze und eine Zuchtform des Gemüsekohls. Der lateinische Name bildet sich aus zwei Wörtern. „Caulis“ was für Kohl steht und „rapum“ bedeutet Rübe oder Wurzelknolle. Umgangssprachlich sprechen einige Gärtner von einer Oberrübe, denn Kohlrabi wächst über der Erde.

    Geschichtliches: Die Rübe ist in Deutschland beheimatet. Erste Nennungen traten im 16. Jahrhundert auf. Die Herkunft ist ungeklärt. Jenseits des deutschsprachigen Raums ist Kohlrabi unbekannt. Allerdings sind in deutschen Läden Importe aus anderen Herkunftsländern zu kaufen, diese wurden extra für Deutschland angebaut. Vermutlich stammt Kohlrabi aus dem Mittelmeerraum. Die Pflanzen können einen Durchmesser bis zu acht Zentimeter aufweisen. Kohlrabi sind zweijährige Pflanzen, welche im ersten Jahr die Knollen bilden und im Zweiten mehr Wert auf Saatgut legen.

    Optische Informationen: Seine Blätter besitzen eine dunkelgrüne Farbe, länglich eirund und weisen eine leichte Zähnung auf. Jedes Blatt ist mit einer bläulich-weißen Wachsschicht überzogen. Der Kohl ist aufgrund seiner plattrunden Form und seinen langstieligen Blättern zu erkennen.

    Gesundheit

    Fünf Punkte machen die Pflanzen für den Menschen gesund: Senföl fördert die körpereigenen Abwehrkräfte, weil es antibakteriell und antiviral wirkt. Allerdings sind Senföle hitzeempfindlich. Das bedeutet, Kohlrabi muss schonend gegart werden. Kohlrabi ist bekömmlich und führt nicht wie andere Kohlsorten zum Blähbauch. Selbst roh ist dieser leicht verdaulich. Der kleine Kohl punktet mit 43 mg Magnesium pro 100 g Knolle. Ein wertvoller Lieferant für gesunde Knochen. Seine Ballaststoffe unterstützen die menschliche Verdauung und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. 100 g roher Kohl enthält 63 mg Vitamin C.

    Vermehrung

    Nach dem ersten Jahr benötigt die Pflanze einen geschützten Platz zum Überwintern. Kulturelles Wissen zeigt, dass Abdecken mit Kompost, oder Stroh hilft. Danach erfolgt eine Bestäubung im Frühjahr und die Folge sind schotenförmige Samenstände. Die Samen werden entnommen und getrocknet, sodass der Gärtner das Saatgut im kommenden Jahr aussäen kann.

    Klima

    Informationen Freiland: Das Gewächs ist empfindlich gegenüber großen Schwankungen in der Feuchte des Bodens. Die Knolle wächst in Mittel- und Westeuropa. Im Sommer und Herbst reichen ihm niedrige Temperaturen. Wohingegen Kohlrabi im Jugendstadium Wärme benötigt.

    Informationen Gewächshaus: 
    Verbreitet ist der Anbau im Gewächshaus in Deutschland, Holland, Österreich und in der Schweiz. Durch mangelnde Belüftung entsteht schnell Mehltau oder Schwarzbeinigkeit.

    Ernte

    Der optimale Zeitpunkt zum Ernten ist, wenn die Knolle die Größe eines Tennisballs erreicht. Dabei handelt es sich in etwa um sechs bis acht Wochen nach der Aussaat.

  • Kohlrabi – Superschmelz

    Aussaat

    Aussaat: Februar – März
    Ort: Topf
    Saattiefe: 2 cm
    Keimtemp.: 16 – 20 °C
    Keimdauer: 5 – 8 Tage
    auspflanzen: April
    Reihenabstand: 60 cm
    Pflanzabstand: 60 cm
    Ernte: August – Oktober

    Geschichte

    Die Geschichte des Kohlrabis ist nicht genau geklärt. Aber vermutlich stammt es aus Mittelmeerraum. Kein geschichtliches Dokument zu Kohlrabi in Europa ist älter als 500 Jahre, sodass man davon ausgehen kann, dass die Domestikation des Gewächses um die Zeit begann. Abgeschlossen wurde sie im 18 Jahrhundert, wofür es unterschiedliche Informationen aus diversen Quellen gibt. 

    Ursprünglich wurde die Pflanze in der mediterranen Küche verbreitet. Heute aber wird diese Pflanzenart in ganz Europa für die Zubereitung von Saaten und anderen Speisen verwendet. Daher kann man sie als kulturelles Gut Europas betrachten. 

    Gesundheit

    Kohlrabi ist reich an Vitaminen A, B1 und C. Außerdem enthält er auch viel Ballaststoffe und Wasser. Nicht weniger wichtig ist, dass der Kohlrabiessende seinen Organismus mit Calcium, Kalium und Phosphor sättigt. Dabei kann Kohlrabi sowohl als Rohkost verzehrt, als auch zu Püree verarbeitet, bzw. für Salate verwendet werden. 

    Vermehrung

    Für die Vermehrung von Kohlrabi ist die Anzucht der Jungpflanzen notwendig, wonach die eigentliche Pflanzung im Feld erfolgt.

    Klima

    Pflanzen können sowohl im Sommer, als auch im Herbst gedeihen. Wichtig ist jedoch, dass der Boden immer konstant feucht gehalten werden sollte. Daher wird das Saatgut nicht selten in Gewächshäusern angebaut. Dies ist zum Beispiel in Deutschland der Fall, weil das Wetter hier in den letzten 20 Jahren sehr unbeständig geworden ist. 

    Ernte

    Im Freien ausgesätes Saatgut kann zwischen Mai und November geerntet werden, während in Gewächshäusern auch im Frühling und Winter geerntet werden kann. Geerntet wird mit bloßen Händen, wenn es um einen Privathaushalt geht. Handelt es sich dagegen um den maschinellen Anbau, so werden dafür spezielle Kopfkohlernetmaschinen verwendet. Diese müssen über ein spezielles Schneidwerk verfügen, das alle Kohlestücke schnell abschneidet.

  • Paprika – gelb

    Aussaat

    Aussaat: Februar – April
    Ort: Schale
    Saattiefe: 1 cm
    Keimtemp.: 25 – 30 °C
    Keimdauer: 10 – 20 Tage
    pikieren: nach 3 – 4 Wo.
    auspflanzen: Mai – Anfang Juni
    Reihenabstand: 50 cm
    Pflanzabstand: 30 cm
    Ernte: August – Oktober

    Geschichte

    Das Verbreitungsgebiet des Capsicum annuum erstreckte sich ursprünglich vom Norden Kolumbiens bis in die südlichen USA. In Amerika ist vermutlich Mexiko ein geschichtliches Ursprungsland der Pflanzen. Christoph Kolumbus nahm die ersten Pflanzen von Amerika mit. Die große Ausdehnung der portugiesischen Kolonialmacht ermöglichte dem Capsicum annuum eine schnelle und weite Verbreitung. Im Norden Europas wurden die Pflanzen lange als Zierpflanze genutzt. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts kamen die ersten Anweisungen zur kulinarischen Nutzung. Ab dem 18. Jahrhundert wurde immer mehr Gemüse sauer eingelegt, der Paprika diente hier teilweise zum Würzen. Als kulturelles Gewürz hat er also schon eine passable Geschichte. 

    Gesundheit

    Capsicum annuum wird ein bis zu 150 cm hoher Halbstrauch, welcher in wurzelnähe leicht verholzt. Die nach vorne zugespitzten Blätter sind 5 bis 25 cm lang. Die Art umfasst neben dem Gelben Block sämtliche milden Paprikasorten und ist die am meisten angebaute Art weltweit. Der Gelbe Block hat seinen Namen daher, dass er von Grün nach Gelb abreift und eine annähernd blockartige Form besitzt. Er eignet sich gut zum Kochen und schmeckt in frischen Salaten. Bei den amerikanischen Ureinwohnern galt der Paprika wegen seiner vielen förderlichen Inhaltsstoffen bereits als kulturelles Heilmittel. Er enthält viel Vitamin C, Vitamin A und durch seinen hohen Gehalt an Ballaststoffen, wirkt er verdauungsfördernd.

    Vermehrung

    Der Termin für die Aussaat des Paprika – ist Mitte Januar bis Ende Februar. Die Keimtemperatur sollte ca. 24 Grad Celsius bis circa 30 Grad Celsius betragen. Die Luftfeuchtigkeit sollte ebenfalls sehr hoch sein. Sollten die Bedingungen nicht ideal sein, brauchen sie fast drei Wochen zum Keimen. Sind dann aber drei bis vier Blätter zu sehen oder hat das kleine Pflänzchen eine Höhe von fünf Zentimetern erreicht, wird pikiert. Paprikas lieben die Wärme und brauchen außerdem auch noch viel Stickstoff, wie zum Beispiel Kompost, Hornspäne, oder Misst. Mit der Auspflanzung sollten Sie aber bis nach den Eisheiligen im Mai warten.

    Klima 

    Im Garten an einer sonnigen und auch geschützten Stelle bringt die Paprikapflanze einen guten Ertrag. Im Gewächshaus jedoch herrschen die idealen Bedingungen für den Paprika. Am meisten mag der Paprika einen Temperaturbereich von 25 bis 28 Grad Celsius. Das Gewächshaus sollte auch ausreichend gelüftet werden

    Ernte

    Da diese Art auch in großen Kübeln gepflanzt werden kann, macht der Anbau wenig Umstände. Capsicum annuum liebt es sonnig und frostfrei. Direkte Sonneneinstrahlung ist für die Pflanzen kein Problem. Wenn man die Königsfrucht (die erste Blüte/Frucht) herausbricht, erzielt man einen deutlichen Mehrertrag. Die Erntezeit erstreckt sich von Juli bis in den Oktober. 

     

  • Paprika – grün

    Aussaat

    Aussaat: Februar – April
    Ort: Schale
    Saattiefe: 1 cm
    Keimtemp.: 25 – 30 °C
    Keimdauer: 10 – 20 Tage
    pikieren: nach 3 – 4 Wochen
    auspflanzen: Mai – Anfang Juni
    Reihenabstand: 50 cm
    Pflanzabstand: 30 cm
    Ernte: August – Oktober

    Geschichte

    Der grüne Paprika, lateinisch Capsicum annuum, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist somit ein Verwandter der Kartoffel, Tomate und Aubergine. Wer nach Informationen über die ungefähr 70 bis 80 cm hohen standfesten Pflanzen sucht, findet Geschichtliches und Kulturelles, das doch etwas verblüfft. Diese heute so beliebten Pflanzen mit ihren vielen Früchten verdanken wir nämlich niemand geringeren als Christoph Kolumbus. Er war es, der den Paprika von seinen abenteuerlichen Seereisen nach Europa brachte.

    Leider waren die Wildformen höllisch scharf. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis die Züchter es schafften, das Capsaicin zu entschärfen. Als dies gelang, war der Gemüsepaprika, wie wir in heute kennen, geboren. Die blockigen Früchte mit dem fruchtig-süßen Aroma sind zunächst grün und reifen dann rot ab. Die Paprika kann roh, gebraten, gegrillt oder gekocht verzehrt werden. Als Gewürz und Gemüse sind die Früchte in unseren Küchen längst etabliert.

    Gesundheit 

    Der hohe Vitamin-C-Gehalt sowie die wertvollen Inhaltsstoffe, wie Carotine und Flavonoide, machen die Früchte äußerst gesund. Die Inhaltsstoffe haben eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Die Früchte der Heilpflanze finden Anwendung bei rheumatischen Beschwerden, Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und bei Herz-Kreislaufproblemen. Außerdem wird dem Paprika eine gesundheitsfördernde Wirkung bei Halsschmerzen und bei Verdauungsproblemen zugeordnet. 

    Vermehrung 

    Das Saatgut wird von Ende Februar bis Mitte März in das Frühbeet gesät. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und locker sein. Bevor das Saatgut einen Zentimeter tief in die Erde kommt, empfiehlt es sich, den Boden mit Horndünger oder Kompost zu versorgen. Fast noch besser als im Gemüsebeet, wächst der grüne Blockpaprika in Töpfen kultiviert im günstigen Kleinklima am Balkon oder auf der Terrasse. 

    Klima 

    Paprikas brauchen viel Wärme. Am wohlsten fühlen sich die Pflanzen zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Ideal ist ein sonniger, wind- und regengeschützter Standort. Die Triebe können brechen, deshalb ist es sinnvoll, die Paprikapflanze mit Stäben oder Drahtringen zu stützen. Regelmäßiges Düngen und Gießen steigert den Ertrag. Staunässe mag die Paprikapflanze aber überhaupt nicht. 

    Ernte 

    Geerntet wird von Juli bis September. Die Früchte werden drei Zentimeter über dem Fruchtansatz abgeschnitten.

     

  • Paprika – rot

    Aussaat

    Aussaat: Februar – April
    Ort: Schale
    Saattiefe: 1 cm
    Keimtemp.: 25 °C
    Keimdauer: 10 – 20 Tage
    pikieren: nach 2 Wochen
    auspflanzen: ab Ende Mai
    Reihenabstand: 50 cm
    Pflanzabstand: 40 cm
    Ernte: Juli – September

    Geschichte

    Yolo Wonder wird circa 60 Zentimeter hoch und bringt auch einen guten Ertrag. An diesen Pflanzen wachsen große bis mittelgroße blockige, dickfleischige, fruchtig-süße und natürlich auch sehr knackige Früchte. Diese Früchte reifen von grün zu rot ab. Sie sind natürlich auch, wenn die Schoten noch grün sind, essbar. Besonders geeignet sind diese Pflanzen als Topf- oder Kübelkultur.

    Natürlich ist diese Pflanze auch für die Kultur im Freiland geeignet. Sie bringt aber mehr Erträge und natürlich auch größere Früchte in einem Gewächshaus. Diese Schoten eignen sich zum Rohverzehr, für leckere Salate und zum Füllen mit Hackfleisch. Hier sind noch ein paar Informationen über Geschichtliches und Kulturelles der Yolo Wonder: Das Saatgut wurde durch die Vögel im Berg-und Flachland von Südamerika verteilt. Der Ursprung der Paprika liegt aber zwischen Südbrasilien und Bolivien. 

    Gesundheit 

    Die Pflanze wird für Cremes und auch bei wirkstoffhaltigen Pflastern, zum Beispiel bei schmerzhaften Verspannungen der Wirbelsäule, oder der Schulter- und Nackenmuskulatur angewandt. Für die Wirkung maßgebend ist der Gehalt an Capsaicinoiden. Die roten Schoten enthalten sehr viel Vitamin C. Der Paprika ist auch reich an Mineralstoffen wie zum Beispiel Magnesium und Kalium. 

    Vermehrung 

    Der Termin für die Aussaat des Paprika – Yolo Wonder ist Mitte Januar bis Ende Februar. Die Keimtemperatur sollte ca. 24 Grad Celsius bis circa 30 Grad Celsius betragen. Die Luftfeuchtigkeit sollte ebenfalls sehr hoch sein. Sollten die Bedingungen nicht ideal sein, brauchen sie fast drei Wochen zum Keimen. Sind dann aber drei bis vier Blätter zu sehen oder hat das kleine Paprikapflänzchen eine Höhe von fünf Zentimetern erreicht, wird pikiert.

    Paprikas lieben die Wärme und brauchen außerdem auch noch viel Stickstoff wie zum Beispiel Kompost, Hornspäne, oder Misst. Mit der Auspflanzung sollten Sie aber bis nach den Eisheiligen im Mai warten. Setze die Pflanzen in einem Abstand von 40 x 40 cm. 

    Klima 

    Im Garten an einer sonnigen und auch geschützten Stelle bringt die Paprikapflanze einen guten Ertrag. Im Gewächshaus jedoch herrschen die idealen Bedingungen für den Paprika. Am meisten mag der Paprika einen Temperaturbereich von 25 bis 28 Grad Celsius. Das Gewächshaus sollte auch ausreichend gelüftet werden. 

    Ernte 

    Die richtige Zeit um die Paprikaschoten zu ernten ist von August bis Oktober. Du solltest die Paprikas immer morgens ernten, weil die Früchte mehr Nährstoffe besitzen. Zur Ernte solltest du unbedingt auch eine Schere verwenden, da sich die Paprikas nicht so einfach vom Stängel lösen lassen. 

  • Petersilienwurzel

    Aussaat

    Aussaat: März – Mitte Juni
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 1 – 2 cm
    Keimtemp.: 7 – 20 °C
    Keimdauer: 2 – 4 Wochen
    Reihenabstand: 30 – 40 cm
    Pflanzabstand: 7 -10 cm
    Ernte: September – November

    Geschichte 

    Die Petersilienwurzel gehört wie Kümmel, Koriander und Fenchel zur Familie der Doldengewächse. Man erkennt sie an der Krautoberfläche und der rübenartigen Wurzel. Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimateten Pflanzen gedeihen weltweit in allen gemäßigten Klimagebieten, wobei Geschichtliches und Kulturelles zur Wurzelpetersilie in germanischen und römischen Aufzeichnungen zu finden ist. Weitere Informationen besagen, dass das Kraut der Pflanzen im antiken Griechenland als heilig angesehen wurde und deshalb nicht gekocht werden durfte. Ein kulturelles Merkmal der halblangen Petersilienwurzel war schon immer die Nutzung als Gewürzkraut sowie als Heilkraut. 

    Gesundheit 

    Die halblange Petersilienwurzel ist ein echtes Powergemüse mit einem überdurchschnittlichen Vitamin C Anteil sowie Vitamin B und Provitamin A. Entgegen landläufigen Informationen enthalten die Blätter die gleichen Wirkstoffe und Inhaltsstoffe wie die Wurzeln. Die wertvollen ätherschen Öle kurbeln die Verdauung an. Auch als Tee aufgebrüht, wirkt die Petersilienwurzel gegen Entzündungen und Blasenleiden.

    Vermehrung 

    Das Saatgut wird Anfang März bis spätestens Ende Juni ins Freiland in mäßig nährstoffreiche, humusreiche und leicht kalkhaltige Böden ausgesät. In Abständen zu 15 cm wird ein Samen 2 bis 3 cm tief in die Erde gedrückt und mit ausreichend Erde bedeckt. Das samenfeste Saatgut keimt in 15 – 35 Tagen bei Bodentemperaturen über 6 Grad. Die zweijährigen Pflanzen bilden im ersten Jahr die kegelförmige gelbliche Pfahlwurzel aus, die circa 20 cm lang und mit quer verlaufenden braunen Ringen einen Durchmesser von circa 5 cm erreicht. Im zweiten Jahr entwickelt sich dann der bis zu 90 cm lange Stängel mit der von Juni bis Juli erblühenden Blütendolde.

    Klima 

    Bei der halblangen Petersilienwurzel handelt es sich um eine zweijährige Krautpflanze. Sie überdauert somit die Kälte, sollte jedoch bei sehr eisigen Temperaturen ebenso geschützt werden. In den warmen Monaten und während der Wachstumszeit ist darauf zu achten, die Pflanze stets mit genügend Wasser zu versorgen. Die Blätter überdauern die Kälte fast nie. Die geernteten Wurzeln halten sich bei kühlen Temperaturen unter 2 Grad in feuchtem Sand bis zu einem halben Jahr. 

    Ernte 

    Die frischen grünen Blätter können ganzjährig geerntet und wie Blattpetersilie verwendet werden. Die Wurzeln sind vom Frühherbst bis in den Februar bei frostfreiem Boden verfügbar. In Form und Aussehen ähnelt die Petersilienwurzel sehr der Pastinake, wobei der Unterschied im kräftigeren Geschmack liegt.

  • Pfefferoni (scharf) – De Cayenne

    Aussaat

    Aussaat: Anfang Mai
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 4 – 5 cm
    Keimtemp.: 20 – 24 °C
    Keimdauer: 6 – 20 Tage
    Reihenabstand: 70 cm
    Pflanzabstand: 50 cm
    Ernte: Juli – August

    Geschichte

    Der Cayenne Chili hat den Ursprung aus der Stadt Cayenne im südamerikanischen Guyana, welche von französischen Siedlern im Jahre 1604 erstmalig gegründet wurde. Auch noch heute wird aus der Hafenstadt Cayenne Chili nach Europa exportiert. Eine buschartig waschsende Peperoni Sorte, die sich durch 10 – 12 cm lange, schlanke, gewundene, eher scharfe (Schärfegrad 6) Früchte auszeichnet, rot abreift und sehr dünnwandig ist. Es gibt hunderte Arten von Chilis auf der Welt. Sie unterscheiden sich in Schärfegrad und Größe. In der Regel, je kleiner der Fruchtkörper, desto schärfer! Die Chilis können getrocknet, gemahlen, eingelegt oder frisch verzehrt werden.

    Gesundheit

    Chili enthält hohe Anteile an Vitamin A, B, C und Ballaststoffe. Sie sind bekannt für ihre Schärfe (gemessen in Scoville), welche sehr gesund ist. Chili wirkt Antibakteriell, bringt den Kreislauf in Schwung, wirkt gegen Erkältungen und Salben welche aus Chilis hergestellt sind, fördern die Durchblutung, u.v.m. Die meiste Schärfe sitzt in den Samen und den Innenwänden der Chili. Der Wirkstoff Capsaicin, welcher für die Schärfe verantwortlich ist, löst bei uns einen Schmerzreiz in den Schleimhäuten aus. Falls du einmal zu scharf gegessen hast, gibt es einige Tipps, wie du die Schärfe lindern kannst: Esse trockenes Brot nach, Esse oder trinke fetthaltige Lebensmittel wie z.B. Milchprodukte (Joghurt, Milch, Käse).

    Vermehrung

    Die Samen werden ab Anfang Mai ca. 4 – 5 cm tief direkt ins Freiland gepflanzt und mit Wasser angegossen. Halte den Samen feucht. Nach etwa 6 – 20 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Setze den Chili in einem Abstand von 70 x 50 cm um Platzmangel untereinander zu vermeiden. Die Erde sollte für die Anzucht Nährstoffarm sein. Später benötigen Chilis viele Nährstoffe, da sie Starkzehrer sind. Eine lockere aber gleichzeitig stabile Struktur der Erde ist optimal. Auch Kokoserde eignet sich bestens für den Anbau von Chilis.

    Aussaat

    Aussaat: Anfang Mai
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 4 – 5 cm
    Keimtemp.: 20 – 24 °C
    Keimdauer: 6 – 20 Tage
    Reihenabstand: 70 cm
    Pflanzabstand: 50 cm
    Ernte: Juli – August

    Geschichte

    Der Cayenne Chili hat den Ursprung aus der Stadt Cayenne im südamerikanischen Guyana, welche von französischen Siedlern im Jahre 1604 erstmalig gegründet wurde. Auch noch heute wird aus der Hafenstadt Cayenne Chili nach Europa exportiert. Eine buschartig waschsende Peperoni Sorte, die sich durch 10 – 12 cm lange, schlanke, gewundene, eher scharfe (Schärfegrad 6) Früchte auszeichnet, rot abreift und sehr dünnwandig ist. Es gibt hunderte Arten von Chilis auf der Welt. Sie unterscheiden sich in Schärfegrad und Größe. In der Regel, je kleiner der Fruchtkörper, desto schärfer! Die Chilis können getrocknet, gemahlen, eingelegt oder frisch verzehrt werden.

    Ernährung

    Nährwerte Pro 100 g
    Eiweiß 12,0 g
    Fett 17,0 g
    Kohlenhydrate 32,0 g
             davon Zucker 5,0 g
    Ballaststoffe 24,9 g
    Kalorien 377,0 kcal / 1.577,0 kJ

    Gesundheit

    Chili enthält hohe Anteile an Vitamin A, B, C und Ballaststoffe. Sie sind bekannt für ihre Schärfe (gemessen in Scoville), welche sehr gesund ist. Chili wirkt Antibakteriell, bringt den Kreislauf in Schwung, wirkt gegen Erkältungen und Salben welche aus Chilis hergestellt sind, fördern die Durchblutung, u.v.m. Die meiste Schärfe sitzt in den Samen und den Innenwänden der Chili. Der Wirkstoff Capsaicin, welcher für die Schärfe verantwortlich ist, löst bei uns einen Schmerzreiz in den Schleimhäuten aus. Falls du einmal zu scharf gegessen hast, gibt es einige Tipps, wie du die Schärfe lindern kannst: Esse trockenes Brot nach, Esse oder trinke fetthaltige Lebensmittel wie z.B. Milchprodukte (Joghurt, Milch, Käse).

    Vermehrung

    Die Samen werden ab Anfang Mai ca. 4 – 5 cm tief direkt ins Freiland gepflanzt und mit Wasser angegossen. Halte den Samen feucht. Nach etwa 6 – 20 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Setze den Chili in einem Abstand von 70 x 50 cm um Platzmangel untereinander zu vermeiden. Die Erde sollte für die Anzucht Nährstoffarm sein. Später benötigen Chilis viele Nährstoffe, da sie Starkzehrer sind. Eine lockere aber gleichzeitig stabile Struktur der Erde ist optimal. Auch Kokoserde eignet sich bestens für den Anbau von Chilis.

    Klima

    Chilis lieben die Sonne, jedoch zu heißes Wetter und Kälte bekommt ihnen nicht. Eine im Süden gelegene Hausmauer wäre optimal, da die Mauer die Wärme für die Nacht speichert und an die Chilis abgibt. Sie sind an verschiedene klimatische und ökologische Bedingungen angepasst. Der Chilis gedeihen am besten bei Temperaturen von 15 bis 26 °C während der Wachstumsperiode. Chilis sind sehr frostempfindlich und stellen ab 16 °C das Wachstum ein. Ein mittelschwerer (sandig-lehmig), lockerer, sowie humusreicher Boden ist vorteilhaft für große Erträge.

    Ernte

    Geerntet werden die Chilis immer nur bei trockenem Wetter zwischen Juli und August. Bitte benutze Handschuhe und wasche deine Hände nach der Ernte gründlich! Frische Chilis können kühl rund 7 Tage gelagert werden.
  • Radieschen

    Radieschen sind das supereinfachste Gemüse im Garten. Wenn die Radieschen in Deinem Schrebergarten nix werden, würde ich mir ein anderes Hobby besorgen 😉 Egal ob klein, groß, rund, zapfig, walzig, rot oder weiß oder beides – total egal. Hauptsache knackig, frisch und etwas scharf. So muss ein Radieschen sein. Sie wachsen in jedem Boden. Radieschen sind wahre Sprinter – schon nach wenigen Wochen kann man ernten.

  • Rettich

    Aussaat

    Aussaat: Juni – Juli
    Ort: Freiland
    Saattiefe: 2 cm
    Keimtemp.: 12 – 20 °C
    Keimdauer: 4 – 6 Tage
    vereinzeln: nach 2 -3 Wochen
    Reihenabstand: 20 cm
    Pflanzabstand: 15 cm
    Ernte: September – Oktober

    Geschichte

    Bereits die Ägypter und Griechen kannten den dunklen Winterrettich und wussten über seine Heilkräfte Bescheid. Sein gesunder Saft wurde schon von den Pharaonen als Medizin verwendet. In der heutigen Zeit wird er hauptsächlich für die Einlagerung angebaut. Das alte Gemüse feiert sein Comeback und findet großen Absatz.

    Gesundheit 

    Um die antioxidative Wirkung des Rettichs zu medizinischen Zwecken zu nutzen, werden die Rüben mittels Beigabe von Zucker entsaftet. Rettich ist reich an Vitamin C und enthält Mineralstoffe wie Magnesium, Selen und Kalium. In der Naturheilkunde wird der Saft des Rettichs als Trinkkur verabreicht und hilft aufgrund seiner schleimlösenden und antibakteriellen Wirkung gegen Husten, Gallenbeschwerden, Rheuma, oder Gicht. Reinigend wirkt der Rettichsaft auf Magen, Darm, Nieren,Leber und wird gerne verwendet, um den Körper zu entgiften. 

    In der Küche wird Rettich in Gemüsesuppen mitgekocht, zum Verfeinern von Salaten roh geraspelt, oder fein geschnitten und verleiht Speisen aufgrund seiner typischen Schärfe, welche von den enthaltenen schwefelartigen Senfölen herrührt, einen zusätzlichen Kick. Um die Schärfe des Rettichs zu mildern, wird er eingesalzen, oder in Wasser, bzw. Essig eingelegt.

    Vermehrung

    Ab Juni bis Juli kann der Rettich direkt ausgesät werden und verträgt sich gut mit Karotten, Bohnen, oder Tomaten. Vermehrte Blütenbildung kann durch eine niedrige Temperatur von fünf bis acht Grad Celsius über zehn bis zwanzig Tage erreicht werden. Zur Keimung benötigt der Winterrettich jedoch eine Temperatur zwischen 15° und 18° C. 

    Klima

    Rettiche sind einjährige Pflanzen mit violetter Blüte, dunkler Haut, jedoch weißem Fruchtfleisch. Sie bevorzugen halbschattige bis sonnige Standorte, gedeihen daher in unserem Klima hervorragend. Das Knollengemüse gibt es in runden und länglichen Formen. Die längliche Variante kann bis zu 25 cm lang werden und bei guten Bedingungen ein Gewicht von 300 bis 500 Gramm erreichen.

    Ernte 

    Um eine Ernte vor dem ersten Frost zu ermöglichen, muss das Saatgut rechtzeitig ausgesät werden. Während der langen Entwicklungszeit von fast vier Monaten benötigten die Pflanzen vor allem im letzten Drittel des Wachstums viel Wasser. Ab September kann bis zum Frost mit der Ernte begonnen werden und die Einlagerung erfolgt optimal in feuchtem Sand. Durch die raue, feste Haut eignet sich Rettich gut für lange Transportwege und zählt wie Rüben und Karotten zu den beliebten Lagergemüse.

     

  • Riesenkürbis | Hokkaido

    Geschichte

    Hokkaido Kürbisse, lateinisch Cucurbita Maxima, sind einjährige, kriechende Pflanzen mit runden Stängeln und Blätter. Aus ihren gelben Blüten entwickeln sich die 0,5 bis 1,5 Kilogramm schweren Kürbisse. Die Hokkaido Kürbisse der Sorte Red Kuri besitzen ein orangefarbenes Fruchtfleisch und eine rote Außenschale. Ihr Geschmack ist nussig-süß und leicht mehlig. Geschichtliches und kulturelles über den Hokkaido Kürbis ist, dass die Portugiesen schon um 1600 nach Christus Kürbisse nach Japan brachten. Sie verbreiteten sich rasch in ganz Japan. Um 1880 brachten amerikanische Agrararbeiter neue Sorten ins Land. Vermutlich geht der spätere Name Hokkaido Kürbis darauf zurück.

    Geschichtliches und kulturelles, das über den Hokkaido Kürbis bekannt ist, zeigt auf, dass der heute bekannte Hokkaido Kürbis erst 1945 von Saichiro Matsumoto aus dem Ort Utsugi gezüchtet wurde. Daran sieht man, dass der Kürbis eigentlich nicht von der Insel Hokkaido stammt. Richtig heißt der Kürbis Uchiki Kuri. Uchiki steht für den Ortsnamen Utsugi und Kuri ist eine Abwandlung des Wortes kabocha, was Kürbis bedeutet. Uschiki Kuri bedeutet also Kürbis aus Utsugi.

    Gesundheit

    Kürbisse bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Sie enthalten wenig Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Sie sind reich an Kalium, arm an Natrium und enthalten viel Provitamin A (Carotin). Die Kieselsäure, die im Fruchtfleisch enthalten ist, hat einen positiven Einfluss auf das Bindegewebe, die Haut und die Nägel. Der Hokkaido Kürbis hat einen milden und feinen Geschmack, der dem der Esskastanie gleicht. Er passt geschmacklich sehr gut zu Ingwer und Chili. Er wird in Suppen, Aufläufen und als Gemüse verwendet. Der Hokkaido Kürbis kann auch roh verzehrt oder in Salaten angewendet werden. Er ist der einzige Kürbis, der mit der Schale verzehrt werden kann, ist jedoch ohne Schale schmackhafter.

    Vermehrung

    Am besten wird als Saatgut im Handel erhältliches benutzt, da es große, kräftige Pflanzen hervorbringt. Das Saatgut kann jedoch auch gewonnen werden, indem man die Kerne des Hokkaido Kürbisses trocknet. Allerdings erreichen die Kürbisse, die aus diesen Samen wachsen ganz selten eine beachtliche Größe. Allerdings ist der Geschmack der Kürbisse, die hervorgebracht werden, viel aromatischer.

    Klima

    Hokkaido Kürbisse vertragen keinen Frost, weder während des Wachstums noch später während der Ernte. Sie sind einjährige Sommerpflanzen, die allerdings in unserem Klima gut gedeihen. Sie benötigen viel Platz und einen Boden mit extrem vielen Nährstoffen. Sie bevorzugen einen sonnigen und warmen Standort und müssen oft gegossen werden. Ein Kompost eignet sich gut als Standort oder ein Platz an einer Hauswand, wo die Pflanze vor Wind geschützt ist. Er gedeiht auch sehr gut in einem Gewächshaus.

    Ernte

    Die Erntezeit für den Hokkaido Kürbis ist von September bis Dezember. Allerdings müssen die Früchte vor Frost geschützt werden. Wenn die Kürbisse beim darauf Klopfen hohl klingen, sind sie reif. Die Stiele sehen zu diesem Zeitpunkt holzartig aus. Kürbis mit kräftiger Farbe sind vitaminreicher und geschmacksintensiver. Wenn der Kürbis gelagert werden soll, müssen Verletzungen der Haut bei der Ernte vermieden werden. Die Kürbisse werden mit Stielansatz geerntet, da sie sonst schnell anfangen zu faulen. Sie werden bei 15 Grad Celsius gelagert.

  • Rosenkohl

    Geschichte

    Rosenkohl ein sowohl geschichtliches und kulturelles interessantes Gemüse und gehört zu den Starkzehrern. Es handelt sich hier um die jüngsten europäischen Kohlsorten und es wird vermutet, dass der grüne Kohl vermutlich im 18. Jahrhundert in Brüssel (auch Brüsseler Kohl genannt) entstanden ist. Brüsseler Kohl ist heute eher ein unbekannter Begriff. Die Kohlköpfe entstehen an den Seitentrieben und nicht wie sonst am Haupttrieb. Der Rosenkohl gehört somit zu den Kohlkopfformen.

    Gesundheit

    Rosenkohl ist ein kalorienarmes und gesundes Gemüse. Reich an Vitaminen: Vitamin A, Vitamin E, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6, Vitamin B9 und Vitamin C. Besitzt reichlich Mineralstoffe: Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Chlorid. Senkt das Risiko an gewissen Krebsarten zu erkranken. 

    Vermehrung

    Als Starkzehrer benötigt der Rosenkohl einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte nährstoffreich, aus Humus bestehen und feucht sein. Optimal wäre für die Pflanzen eine Sand-Lehm-Mischung. Im April/Mai wird das Saatgut direkt im Freiland in die Erde gegeben ggf. kann er im Frühbeet ausgesät werden. Die Eisheiligen sind oft der kritische Punkt und bei der Aussaat zu beachten. Von daher gilt es, die Eisheiligen abzuwarten und erst anschließend am endgültigen Beet auszudünnen. Diese Informationen sind unbedingt zu beachten! 

    Der Rosenkohl benötigt lockere Erde und sollte regelmäßig um die Pflanze ausgehackt werden. Bei der ersten Röschenbildung sollte mehr gegossen werden. Die Erde benötigt eine gewisse Feuchte. Der Rosenkohl liebt die Umgebung mit Spinat, Sellerie, Rote Bete, Salat und Kartoffeln. Rosenkohl und weitere Kohlgemüse vertragen sich nicht und dies sollte vermieden werden. 

    Klima 

    Rosenkohl kann als Wintergemüse leichten Frost vertragen. Er mag jedoch keine starken Wetterschwankungen. Beeinträchtigen kann die Qualität des Rosenkohls, die Milde der Tagestemperaturen des Herbstes und dem ersten Frost in der Nacht. 

    Ernte 

    In der Regel können ab Ende September die frühen Sorten des Rosenkohls geerntet werden. Von November bis Dezember die die späteren Sorten. Rosenkohl ist ein traditionelles Wintergemüse. Rosenkohl kann nach dem Blanchieren eingefroren werden.

     

  • Rotkraut | Rotkohl

    Geschichte

    Rotkraut wird in Österreich und Süddeutschland auch Blaukraut genannt. Es ist ein beliebtes Gemüse, welches gerne zu Wildfleisch gereicht wird. Das Kraut wächst als ein runder Kohlkopf, wobei die einzelnen Blätter eng aneinander liegen. Feste Köpfe sind erkennbar an den rot-grünen Außen- und roten, glatten Innenblättern. Die Intensität der Farbe ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Geschichtliches zeigt, dass der Rotkohl vom Wildkohl abstammt und früher hauptsächlich an den Küsten Irlands, Südenglands und Frankreich beheimatet war.

    Laut Informationen entstand nach der Kultivierung erst Grünkohl, im Mittelalter bildete sich der erste Kohlkopf und nach und nach erweiterte sich die Auswahl. Seine erste Erwähnung fand der Rotkohl im 11. Jahrhundert durch Hildegard von Bingen. Es existieren Pflanzen mit einer Wuchshöhe von 40 bis 120 cm.

    Gesundheit

    Die Pflanzen sind sehr gesund. Gemäß Informationen ist Rotkohl ballaststoffreich, kalorienarm, enthält Vitamin C, Kalium, Eisen und Senföle. Darüber hinaus wird dem Rotkraut nachgesagt, er wäre cholesterinsenkend und entwässernd. Für die rote Farbe sind Anthocyane verantwortlich die eine antioxidative Wirkung bergen, was krebsvorbeugend wirkt.

    Vermehrung

    Für die Vermehrung ist es wichtig zu unterscheiden, zwischen frühen, mittleren und späten Sorten. Die frühen Sorten müssen in Gewächshäusern vorgezogen werden und im Frühjahr in den lockeren, sandigen, gut gedüngten Boden gesetzt werden, im Abstand von 40 bis 50 Zentimetern. Der Mittlere benötigt ebenfalls ein Anzuchtbeet und wird im Mai gepflanzt. Der späte Kohl benötigt lehmigen Boden und mehr Abstand zu der nächsten Pflanze, 60 x 60 Zentimeter.

    Zu viel Dünger schadet dem Gewächs und macht es krankheitsanfällig, obwohl er gute Stickstoffgaben benötigt. Das Saatgut bildet sich erst im zweiten Jahr. Damit die Pflanzen Blüten ansetzen, braucht der Kohl eine vierwöchige Ruhephase. Währenddessen müssen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt herrschen. Die Samen trocknen, damit gutes Saatgut entsteht.

    Klima

    Das Rotkraut gedeiht optimal auf feuchten, lehmigen und tief bearbeiteten Boden. Ein sonniger, windgeschützter Standort ist empfehlenswert. Der Boden muss gut gekalkt sein, um Kohlhernie zu vermeiden.

    Ernte

    Der mittlere und spätere Kohl ist für eine längere Lagerung geeignet. Die frühen Sorten können ab Juni geerntet werden. Die anderen Varianten erst ab Anfang August. Durchweg bis zum ersten Frost findet die Ernte statt. Dafür entfernen Sie die äußeren Blätter und graben den Kopf aus.

     

  • Sellerie | Stangensellerie

    Geschichte

    Der Stangensellerie (Apium graveolens var.) stammt vom Wildsellerie ab. Schon in der Antike war er als Arzneipflanze verbreitet. Stangensellerie ähnelt dem Bleichsellerie und zeichnet sich durch seine frischgrüne Farbe sowie seinen dezenten Geschmack aus. Er wird wegen seines milden Aromas und seiner guten Konsistenz geschätzt.

    Gesundheit

    Stangensellerie ist reich an Mineralstoffen, ätherischen Ölen und Chlorophyll, die seinen Geschmack bestimmen. Das Blatt und die Knolle des Stangenselleries wirken zudem verdauungsfördernd und appetitanregend. Das Gemüse weist eine harntreibende Wirkung auf und gilt als Aphrodisiakum. Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten kann Sellerie aufgrund seines Gehalts an Phytoalexinen haben. Diese können in ihrer Wirkung verstärkt werden. Aus diesem Grund wird Sellerie auch als Allergen eingestuft, denn er kann Dermatosen verursachen.

    Stangensellerie ist beispielsweise in der asiatischen und italienischen Küche äußerst beliebt. In der italienischen Küche wird er als Vorspeise, in Saucen oder Aufläufen zubereitet. Auch in der asiatischen Küche ist er aus Wok-Gerichten nicht mehr wegzudenken. Stangensellerie kann außerdem als Rohkost oder in Smoothies verzehrt werden. 

    Vermehrung

    Das Saatgut der Pflanzen muss spätestens im März im Gewächshaus oder auf der Fensterbank oder der Fensterbank vorgezogen werden. Das Saatgut sollte nicht vor Mitte Mai an einem warmen, humus- und nährstoffreichen Standort ausgepflanzt werden. Beim Sellerie handelt es sich um eine zweijährige Pflanze, jedoch wird sie einjährig angebaut. Stangensellerie blüht im zweiten Jahr, aber unter schlechten Klimabedingungen kann die Blüte früher eintreten.

    Klima

    Die Sellerie-Pflanze wächst am besten auf einem humosen, nährstoffreichen Boden mit viel Feuchtigkeit. Die Pflanzen benötigen ausgeglichene Temperaturen über 15°C. Stangensellerie gedeiht auf lehmigen Böden, die möglichst kalkhaltig sind. Verbessern Sie den Boden in Ihrem Garten mit reifem Kompost und beachten Sie, dass Stangensellerie einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugt.

    Ernte

    Geerntet wird Stangensellerie ab Oktober. Er ist frostempfindlich und muss vor dem ersten Nachtfrost geerntet werden. Dazu ziehen Sie die ganze Pflanze mit ihrer Wurzel aus der Erde. Die Stängel müssen circa zehn Zentimeter über den Blättern geschnitten werden, damit man den Stangensellerie am besten lagern kann. Dann bleibt der Sellerie im Kühlschrank bis zu vier Wochen frisch.

  • Spargel

    Spargel ist gesund und lecker, aber aufgrund der mühsamen Ernte per Hand recht teuer. Die Alternative ist ein Spargelbeet im eigenen Garten. Was ist beim Anbau zu beachten?

    Der richtige Zeitpunkt, um Spargel zu pflanzen, ist von April bis Ende Mai. Spargelpflanzen sind entweder bei einem Spargelhof oder im Pflanzenhandel erhältlich. Dort kann man die Pflanzen bestellen. Der Bedarf pro Person liegt bei etwa zehn bis zwanzig Spargelpflanzen.

    Erste Spargelernte nach drei Jahren

    Bis zur ersten Ernte ist allerdings Geduld gefragt: Drei Jahre dauert es bis dahin. Etwa zehn Jahre lang kann das leckere Gemüse geerntet werden. Die Mühe lohnt sich also. Wer auf lange Zeit gesehen ohne Unterbrechung Spargel ernten möchte, muss das neue Beet rechtzeitig anlegen.

    Standort und Pflanzabstand für Spargel

    Spargel benötigt idealerweise einen eher sandigen Gartenboden und einen sonnigen Standort, am besten ist eine Nord-Süd-Ausrichtung des Beets. Das Gemüse hat ziemlich lange Wurzeln, deshalb sollte das Pflanzloch etwa 40 Zentimeter tief und breit sein. Zwischen den Pflanzen sollte ebenfalls etwa 40 Zentimeter Abstand bestehen. Der Reihenabstand sollte etwa 160 Zentimeter betragen. Wer mag, kann auch einen Graben ausheben und den Spargel mit entsprechendem Abstand pflanzen. Nach dem Ausheben der Pflanzlöcher mit einer Grabegabel die Erde etwa einen Spatenstich tief auflockern, so können die langen Wurzeln besser anwachsen.

    Spargel pflanzen – so geht’s

    In die Pflanzlöcher kommt zunächst eine etwa 30 Zentimeter hohe Schicht organischer Dünger, beispielsweise gut abgelagerter Mist. Das Ganze ordentlich festtreten und eine etwa fünf Zentimeter hohe Schicht Erde einfüllen. Erst dann die Spargelpflanzen mit ausgebreiteten Wurzeln in die Erde setzen. Spargelpflanzen breiten sich vorwiegend in eine Richtung aus, deshalb sollte man beim Einpflanzen auf die Wuchsrichtung achten. Zu erkennen ist sie am Wurzelansatz.

    Zum Schluss die Pflanzlöcher bis ungefähr zehn Zentimeter unter den Rand mit Erde auffüllen und das Beet kräftig gießen. Ungefähr im Juni, wenn die Pflanzen etwa 30 Zentimeter hoch sind, Erde anhäufeln.

    Spargelkraut im Herbst abschneiden

    Wenn das Spargelkraut im November gelb geworden ist, sollte es dicht über dem Boden abgeschnitten werden. Die Pflanzenreste dürfen jedoch nicht auf dem Kompost, sondern gehören in die Biotonne. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Spargelfliege, die sich im Grün versteckt, ausbreitet.

    Nach der Ernte: Arbeiten im Spargelbeet

    Nach drei Jahren ist Erntezeit. Sie endet jedes Jahr am 24. Juni. Von da an muss die Pflanze ungestört wachsen und Kraft für das nächste Jahr sammeln. Für Gärtner heißt es dann Unkraut hacken. Spargel kann nämlich keine Nahrungskonkurrenten gebrauchen und muss immer unkrautfrei gehalten werden. Im Herbst wird dann – wie in den Jahren zuvor – nur noch das Spargelkraut abgeschnitten.

    Anschließend sollte der Erdhügel vom Spargelbeet entfernt werden. Wer sich die Arbeit sparen will, lässt den Wall einfach stehen. Dann beginnt allerdings die nächste Ernte etwas später, weil der Spargel durch den festen Boden wachsen muss.

     

     

     

  • Tomate – Auriga

    Geschichte

    Die Auriga-Tomate ist eine alte ostdeutsche Tomatensorte. In der DDR war sie sehr beliebt, da unkomplizierte und trotzdem fruchtig schmeckend. Es handelt sich hierbei um eine Stabtomate, die Pflanzen wachsen ungefähr 1.20 m bis 1.50 m hoch. Die Blätter sind wie üblich mit einem leichtem Haarbesatz versehen und wachsen gegenständig. An einer Rispe finden sich üblicherweise 8-10 Fruchtkörper. 

    Die Früchte sind orange-rot und etwa kiwigroß. Sie wiegt durchschnittlich 20-50 g und hat nach einer kurzen Reifezeit bereits einen milden, süßlichen Geschmack. Die Frucht ist sehr weich und cremig, weshalb sie nicht allzu lange gelagert werden sollte. Die Auriga Tomate wächst üblicherweise in einer runden Form. Da sie auch von innen rötlich gefärbt ist, eignet sie sich hervorragend dekorativ im Salat.

    Gesundheit

    Sie besteht zu Großteilen aus Wasser, dennoch ist sie reich an Vitamin A, B1, B2, C, sowie Mineralstoffen wie Kalium und Spurenelementen. Die reifen Tomaten enthalten außerdem besonders viele Carotinoide, die das Immunsystem stärken und das Krebsrisiko senken. Außerdem hat die Auriga-Tomate einen sehr geringen Brennwert und eignet sich gut als Diätmittel. 

    Vermehrung

    Das Saatgut sollte frühestens ab März in großzügigen Aussaatschalen ausgesät werden. Wichtig ist, dass das Saatgut ab 20 °C anfängt zu keimen und nach 2 Wochen die ersten Sämlinge zu sehen sind. Nach einer weiteren Woche können dann erstmals die jungen Pflanzen pikiert werden. Ab und zu tut der Pflanze auch eine Düngung gut.

    Klima 

    Da die Auriga Tomate eine sehr robuste Sorte ist, kann sie gut im Freiland angebaut werden. Ein Anbau im Gewächshaus ist kein Problem, jedoch nicht notwendig. Die Tomate wächst bevorzugt in einem milden, nicht allzu heißen Klima. Dazu sollte sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, sondern ehr an einem konstant warmen Platz stehen. 

    Ernte 

    Allgemein gilt: die Tomaten sollten erst dann geerntet werden, wenn sie eine rundum orange Farbe haben. Das kann je nach Fruchtknolle variieren. Die Tomate sollte frühestens ab Ende Juni geerntet werden und hat damit immer noch eine relativ kurze Wachstumszeit von 3 Monaten. Es ist darauf zu achten, dass tatsächlich nur die reifen Früchte geerntet werden, da sonst die Gefahr besteht, dass das schwache Gift Solanin, das in den grünen Anteilen der Pflanze vorkommt, aufgenommen wird.

  • Tomate – Black Cherry

    Geschichte

    Geschichtliches Wissen um die Kirschtomatensorte Black Cherry besagen, dass es sich um eine alte Sorte aus der USA handelt. Außerdem belegen Kulturelles und Geschichtliches ebenfalls, dass sie eine große Widerstandskraft gegen Pilzbefall besitzt. Diese ertragreiche und wuchsfreudige Pflanze hat runde, 20 – 50 Gramm schwere Früchte. Ihre dunkle Färbung variiert zwischen violett bis dunkles Rotbraun. Die Pflanze wird sehr hoch (zwischen 2 und 2,50 m). Idealerweise platziert man sie entweder an Hauswänden, hohen Terrassenumrandungen oder Zäune. Dadurch ist die Pflanze gestützt und die langen Triebe kann man gut befestigen. Idealerweise hält man die Pflanze durch Ausgeizen auf 3 Triebe begrenzt. 

    Gesundheit

    Der sehr süße Geschmack von Black Cherry verführt zum Naschen. Diese Tomatensorte mit wenigen Kalorien ist nahrhaft und gesund. Wegen der zahlreichen Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C, B1, B2 und B6, ist diese Frucht eine kleine Vitaminbombe. Zusätzlich verfügt sie über Kalium, Magnesium, Phosphor, Natrium und Eisen als Mineralstoffcocktail. Die Black Cherry hat einen hohen Anteil an Lycopin. Dieser Stoff ist besonders gesund und verringert das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen. 

    Vermehrung

    Das Saatgut kann ab März in Aussaatschalen angesät werden. Bei einer Temperatur von 20 °C keimt das Saatgut in 10 bis 14 Tagen. Nach weiteren 5 bis 7 Tagen und mit einer Temperatur zwischen 16 und 24 °C brauchen die kleinen Pflanzen mehr Platz. Ideal ist ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung (Gewächshaus, Fensterbank). Ab Mitte Mai können die Pflanzen nach draußen. Vorzugsweise nach den Eisheiligen, da die Pflanze keinen Frost verträgt. Jetzt sollten sie regelmäßig gedüngt werden. Entweder Flüssigdünger bei Pflanzenkübeln oder der Standort im Garten muss vorher aufgelockert und gedüngt werden. 

    Klima

    Für die Black Cherry gelten die Informationen der Haltungsbedingungen aller Tomaten. Ein heller und geschützter Standort ohne grelle Sonneneinstrahlung mit Schutz gegen Witterungseinflüsse (Folie, Gewächshaus) sind kulturelles Wissen für den erfolgreichen Anbau. 

    Ernte

    Reif für die Ernte ist die Frucht bei Erreichung ihrer dunklen Färbung und der festen Schale. An einer Rispe wachsen 10 bis 12 dieser kleinen runden Kirschtomaten, die nacheinander reifen. Laut Informationen sollte vorsichtig gepflückt werden, da die Fruchtschale aufplatzen kann. Die Black Cherry ist kältetolerant und kann teilweise bis Oktober geerntet werden.

     

  • Tomate – Dattelwein

    Geschichte

    Die Tomate (Solanum lycopersicum) gehört zu den Nachtschattengewächsen und stammt ursprünglich aus Mittelamerika, wo sie bereits von den Maya genutzt wurden. Durch spanische Eroberer kam sie nach Europa. Kulturelles und geschichtliches ist vor allem aus Mittelmeerländern bekannt, wo die Pflanzen rasch heimisch wurden. Anfangs verzehrte man noch die unreifen, grünen Früchte, was zu Vergiftungen führte, da den Menschen damals noch nötige Informationen über das in Tomaten enthaltene Solanin fehlten. So setzte sie sich zunächst vorwiegend als Zierpflanze durch. Doch auch damals schon erkannte man den medizinischen Wert der Tomate

    Gesundheit

    Tomaten enthalten das Carotinoid Lycopin, das vor koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose schützen soll. Auch eine entzündungshemmende Wirkung wird ihnen nachgesagt. Zudem sind Tomaten reich an Vitamin C, K,E und Betacarotin, Mineralstoffen wie Kalium, Kupfer und Eisen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Ihr Kaloriengehalt ist dabei gering.

    Vermehrung

    Kulturelles Interesse besteht am Erhalt alter Tomatensorten, zu denen auch die aus Deutschland stammende Dattelwein zählt. Die Tomatenpflanzen werden in der Regel vorgezogen. Das Saatgut kann ab Ende Januar in beheizten Räumen ausgesät werden. Ab Mitte Mai können die Tomatenpflanzen ins Freie umgesiedelt werden, wo sie im Abstand von 100×50 cm gepflanzt werden sollten. Saatgut sollte immer dunkel, trocken und kühl gelagert werden, Aufbewahrungsgefäße dabei am Besten mit allen nötigen Informationen beschriften.

    Klima

    Ein warmer, sonniger Ort ist ideal für Tomaten. Die Pflanzen sollten vor Regen und Wind geschützt werden. Auf tiefgründigem, humosen Boden gedeihen sie am besten. Tomaten gleichmäßig feucht halten, dabei jedoch unbedingt Staunässe vermeiden.

    Ernte

    Dattelwein zeichnet sich vor allem durch ihren reichen Ertrag aus. Bis zu 100 kleine, gelbe Tomaten hängen an einer fächerförmigen Rispe. Deren charakteristische Form geht von oval bis birnenförmig. Das Fleisch ist saftig und zart, mit lieblich-würzigem Geschmack. Die Schale ist besonders platzfest. Die Tomatenflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und eignen sich sowohl zum Freiland- als auch zum Gewächshausanbau. Sie kann ein- oder mehrtriebig gezogen werden. Die Ernte der Tomaten erfolgt ab Mitte Juli.

     

  • Tomate – Fleischtomate Marmande

    Geschichte

    In Peru ist die Urform der heutigen Tomatenpflanzen zu Hause. Laut Informationen der Fachzeitschrift „Science“ stammen die ersten Funde über höher entwickelte Nachtschattengewächse, zu der die Tomate gehört, aus einer Zeit vor 52 Millionen Jahren. Christoph Kolumbus brachte 1498 die ersten Tomatenpflanzen nach Europa. Zu den frühesten, reifenden Fleischtomaten gehört die alte, französische Sorte Marmande (Solanum Lycopersicum). Sie wurde nach der französischen Stadt Marmande, die im Südwesten Frankreichs liegt, benannt. Dort wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts von französischen Bauern gezüchtet, die eine besonders fein schmeckende Fleischtomate anbauen wollten und deren Weinanbaugebiete von der Reblaus befallen waren. Sie ist kulturelles Erbe der Stadt Marmande und zählt zu den samenfesten, alten Tomatensorten.

    Gesundheit

    Tomaten sind gesunde, kalorienarme Beeren die gerade mal mit 17 kcal pro 100 g aufwarten. In ihnen stecken reichlich Vitamin C, die Vitamine E, B1, B2, B6, K und Folsäure. An Mineralien bietet sie Kalium, Kupfer, Mangan und Schwefel. Gehörig viele Ballaststoffe kurbeln die Verdauung an. Enthaltene Pflanzenschutzstoffe sollen verschiedene Krebserkrankungen mildern und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Die rote Farbe verdankt die Fleischtomate sekundären Pflanzenstoffen, den Carotinoiden. Diese Stoffe bieten antikarzinome und antioxidative Eigenschaften. Grüne Pflanzenteile der Tomate enthalten Solanin. Laut Informationen des „Bundeszentrums für Ernährung” liegt die schädliche Dosis bei 1 mg/kg Körpergewicht. Wer reife Tomaten ist, geht dieser Gefahr aus dem Weg. Diese enthalten pro 100 g Tomatenfleisch gerade mal 0 – 0,7 mg Solanin.

    Vermehrung

    Die Aussaat der Tomatenpflanzen erfolgt Ende Februar bis März an einem warmen Ort bei mindestens 22 C° sowie mit einer Saattiefe von 1 cm. Nach ca. 10 Tagen keimt das Saatgut. Das Saatgut bleibt 3 bis 4 Jahre keimfähig. Vorteilhaft ist, sie nach Aufgang in kleine Töpfchen zu pikieren. Die selbst gezogenen oder gekauften Tomatenpflanzen werden endgültig, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, mit einem Pflanzabstand von 50 cm und einem Reihenabstand von 75 cm gepflanzt. Gerne stehen sie jedes Jahr an der gleichen Stelle. Die Pflanzen erreichen eine Höhe zwischen 1,20 und 1,50 m. Ab August fängt diese Sorte an, gelb zu blühen.

    Beim Pflanzen sollte sie tiefer in den Boden oder später angehäufelt werden. Das fördert die Wurzelbildung. Da sie noch mächtig an Höhe zulegen werden und große Früchte tragen, braucht sie einen Stab als Halt. Die Tomatenpflanze wird in Rechtswindung um den Stab gewunden. Wie jede Tomate muss sie ausgegeizt werden. Hierbei sollten alle Triebe in den Blattachsen entfernt werden. Tomaten stehen gerne bei Basilikum, Petersilie, Kohlsorten, Ringelblumen und Spinat. Die Nachbarschaft von Gurken, Kartoffeln, Paprika, Fenchel und Erbsen mögen sie nicht.

    Klima

    Ihr geschichtliches, südländisches Erbe kommt mit der Vorliebe für warme Temperaturen, mindestens 5 C° und auf keinen Fall Frost, zum Vorschein. Sie liebt feuchten Boden und trockene Blätter. Das Gießwasser sollte leicht angewärmt sein. Gern steht sie mehrere Jahre am gleichen Platz.

    Ernte

    An der robusten Stabtomate reifen rote, gerippte Tomatenbeeren mit einem Gewicht von 200 bis 500 g. Nach der Ernte dürfen diese auf keinen Fall in den Kühlschrank. Sie wollen warm, luftig und dunkel gelagert werden. Ihr feines würziges Aroma eignet sich besonders für die Zubereitung von Tomatengemüse, Suppen und gefüllte Tomaten. Ein altes, kulturelles, italienisches Rezept ist Bruschetta, für welches sich das feine Aroma der Fleischtomate empfiehlt.

     

  • Tomate – Resi

    Geschichte

    Die Tomate (lt. Solanum Lycopersicum) stammt ursprünglich von den Azteken und bedeutet Schwellfrucht. Damals war ihre Farbe Gelb, mittlerweile gibt es weitere Farben wie weiß, orange, grün bis hin zu Rot und dunkelrot-braun. Weiteres Geschichtliches und Kulturelles der Tomatenpflanze ist, dass schon im 16.Jahrhundert die Tomate von Mexiko nach Europa gelangte. Damals wurde sie nur als Zierpflanze angebaut da sie als sehr giftig galt, weshalb die Pflanze auch als Paradies-, Liebes- oder Goldapfel bezeichnet wurde. 

    Tomaten sind kräftige, krautige Pflanzen und gelten als Nachtschattengewächse. Sie wachsen zunächst aufrecht, später jedoch niederliegend und kriechend, weshalb sie schon früh eine Kletterhilfe benötigen. Weitere Informationen zur Tomate sind, dass einzelne Äste der Tomate bis zu 3 Meter lang werden können. Die Blätter können von 10 bis zu 35 cm lang werden. Die Blüten bestehen aus einfachen traubenförmigen Blütenständen und tragen meist vier bis fünf, seltener sogar bis zu zehn Blüten. 

    Gesundheit 

    Tomaten haben neben den leckeren Geschmack auch positive Medizinische Effekte. Sie stärken unser Immunsystem und das in den Tomaten enthaltene Tyramin beeinflusst die Stimmung zum Positiven. Außerdem stabilisieren Lykopene die Schutzmembran unserer Körperzellen. 

    Vermehrung 

    Das Saatgut sollte man tief bis zum 1. Blattansatz in die Erde pflanzen, da sich am Stamm noch weitere Wurzeln ausbilden. Das Saatgut der Tomatenpflanze kann problemlos immer wieder an ihrem alten Platz angepflanzt werden. Tomaten sollten Grundsätzlich regelmäßig gedüngt werden, besonders wenn die Tomatenpflanzen Früchte angesetzt haben sollte darauf geachtet werden, dass man diese alle Ein bis Zwei Wochen düngt. Gute Partner für Tomaten sind unter anderem Basilikum, Bohnen, Knoblauch und Kohl. Man sollte darauf achten, dass die Tomaten nicht neben Fenchel und Gurken wachsen, da sie sich dort nicht wohlfühlen. 

    Klima 

    Tomaten sind sonnenliebende Pflanzen, am besten sollten sie an Hauswänden, wo die Sonnenwärme zurückgegeben wird gepflanzt werden. Außerdem sollten sie so gut wie möglich vor Regen geschützt werden. 

    Ernte 

    Wann genau man die Tomaten ernten kann ist von mehreren Faktoren abhängig. Je nachdem wie groß diese sind und wie die Witterungsverhältnisse sind, können sie früher oder auch erst später geerntet werden. Normalerweise werden Tomaten um den 20. Mai gepflanzt und können dann zwischen 40 und 85 Tagen nach der Einpflanzung geerntet werden.

  • Wassermelone

    Geschichte

    Melonen haben wahrscheinlich Ihren Ursprung aus Afrika und gehören den Kürbisgewächsen an. Über Jahrhunderte hinweg wurde sie in alle Welt verbreitet. Die Türkei, Spanien und Israel sind heutzutage die wichtigsten Importeure unseres Marktes. Man unterscheidet die Melone zunächst nach zwei Gattungen, den Wassermelonen und den Zuckermelonen, wobei letztere enger mit dem Kürbis verwandt sind. Wassermelonen unterscheiden sich von den anderen hauptsächlich durch ihre intensive grüne, manchmal gelb gefärbte Schale und roter Fruchtfleischfärbung. Zuckermelonen hingegen haben je nach Sorte eher helleres Fruchtfleisch. Wassermelone enthält bis zu 95 % Wasser und ist besonders im Sommer ein gefragter Durstlöscher.

    Gesundheit

    Melone enthält die Aminosäure Citrullin. Im Körper aufgenommen verwandelt sie sich zu Arginin, welches Gefäße erweitert und den Blutfluss somit verbessert. Die Potenz des Mannes kann somit gesteigert werden. Der rote Farbstoff Lycopin soll vor Herz-Kreislaufproblemen und Krebserkrankungen schützen. Die Wassermelone hilft beim Entsäuern und der Entgiftung des Körpers.

    Vermehrung

    Die Samen werden Mitte April 1-2 cm in den Anzuchttopf gegeben und mit Handwarmen Wasser angegossen. Vermeiden Sie Staunässe aber halten den Samen feucht. Nach etwas 10 Tagen sehen Sie den Keimling aus der Erde sprießen. Setzen Sie ab Anfang Juni den Setzling mit einem Abstand von 1 m um.

    Klima

    Melonen lieben es warm, optimal zwischen 25 und 35 Grad Celsius und vertragen keine Temperaturen unter 12 Grad.

    Ernte

    Die Wassermelone wird dann geerntet, wenn die Blätter verwelken und die Melone duftet. Klopfen Sie mit dem Knöchel auf die Frucht. Hört man einen dumpfen- tiefen Ton, ist es Zeit zu ernten. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie die Melone von der Staude ab. Wenn Sie den Stängel an der Melone lassen, hält diese länger frisch und zaubert Ihnen somit zu einem späteren Zeitpunkt ein Lächeln ins Gesicht. Guten Appetit!

  • Weißkraut | Weißkohl

    Geschichte

    Als Wildform des Kohls war Kraut bereits den Kelten, Griechen und Römern in der Antike als Gemüsepflanze bekannt. Durch die Kultivierung der Pflanzen in Klostergärten wurde Kraut in Europa verbreitet und dessen heilende Wirkung bekannt. Im Alltag der Bauern hatte der Anbau von Kraut ebenfalls eine große Bedeutung, da oft am Ende eines harten Winters nur noch vergorenes Kraut als Gemüse zur Verfügung stand und die Menschen vor dem Verhungern rettete. Aufgrund des langen traditionellen Anbaus geht Kraut als kulinarisches, aber auch kulturelles Erbe in unsere Geschichte ein. Sogar Karl der Große verordnete bereits im Jahr 812 die Anpflanzung von Weißkraut als Nährfrucht an. 

    Als typisches Wintergemüse ist Kraut ein wichtiger Bestandteil regionaler Küche und wird als Krautsalat oder zu Sauerkraut vergoren zu vielen Speisen angeboten. Auch als kulturelles Brauchtum ist er durch den „Krauttanz“ bei Hochzeiten bekannt und ein wichtiger Bestandteil traditioneller Hochzeitsmenüs. Zahlreiche Redewendungen enthalten Informationen über die Wichtigkeit von Kraut wie zum Beispiel: „Dagegen ist kein Kraut gewachsen“, oder synonym für Durcheinander: „Wie Kraut und Rüben“.

    Gesundheit 

    Bereits im Altertum galt Kraut als universelles Naturheilmittel. Hippokrates schätzte die abführende Wirkung und Cato führte den guten Gesundheitszustand des römischen Volkes auf die Wirkstoffe von Kraut zurück. Als geschichtliches Volksnahrungsmittel wurde den Menschen Kraut empfohlen. Er wirkt blutreinigend, entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem und fördert unseren Stoffwechsel. Äußerlich angewendet helfen Krautwickel langsam heilende Wunden zu schließen und werden bei Rheumatischen Erkrankungen, Gicht und Prellungen aufgelegt. 

    Vermehrung

    Das Saatgut kann im März und April direkt in das Freiland ausgesät werden (Reisig schützt vor Frost). Gräbt man im Oktober Krautpflanzen mitsamt der Wurzel aus und lagert diese in einem dunklen, kühlen Raum in einem Sand-Erde-Gemisch, welches laufend feucht gehalten werden muss, können diese Krautpflanzen im Frühjahr wieder direkt ins Beet gesetzt werden. 

    Klima

    Seinen Ursprung hat das Kraut im westlichen Europa und im Mittelmeerraum. Weißkraut ist bei der Beschaffenheit des Bodens sehr anspruchsvoll und bevorzugt humusreichen, mittelschweren Lehmboden. Ist der Boden zu feucht oder zu sandig kann Kompost untergemischt werden. Die Pflanzen bilden 1 ½ bis 2 Kilogramm schwere Köpfe aus, lieben windgeschützte Bereiche und ausreichend Feuchtigkeit – bei starker Hitze unbedingt morgens und abends gießen.

    Ernte

    Bei Weißkraut wird nur der innere feste Kopf geerntet, außer eine Überwinterung ist vorgesehen, dann müssen auch die Wurzeln ausgegraben und die gesamten Pflanzen kopfüber in einem dunklen, kühlen Raum aufbewahrt werden. Selbst wenn das Kraut keine Wurzeln mehr hat, ist es lange haltbar und kann gut eingelagert werden. Nacktschnecken die sich am Weißkraut vergreifen möchten, sollten per Hand, oder mittels einer Bierfalle entfernt werden, ohne auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel zurückzugreifen zu müssen. 

  • Wirsing – Kohl

    Aussaat

    Aussaat: März – April
    Ort: Schale
    Saattiefe: 1 cm
    Keimtemp.: 15 – 20 °C
    Keimdauer: 5 – 8 Tage
    pikieren: nach 2 Wochen
    auspflanzen: April/Mai
    Reihenabstand: 50 cm
    Pflanzabstand: 40 cm
    Ernte: August – Dezember

    Geschichte 

    Geschichtliches und Kulturelles: Der Wirsing gehört zur Gattung des Kopfkohls, diese ist seit dem 8. Jahrhundert bekannt. Die ersten Kopfkohlarten waren der Weiß- und der Rotkohl. Der Wirsing wurde im 16. Jahrhundert erstmalig erwähnt, sein französischer Name “chou de Milan” stammt aus dem Mittelmeerraum, wo auch die Heimat des Wirsings ist. In Deutschland wurden die Pflanzen, im 18. Jahrhundert erstmalig angebaut, mittlerweile aber in allen Erdteilen. 

    Gesundheit

    Informationen zur Gesundheit: Er ist kalorienarm, aber reich an Chlorophyll, Eisen, Phosphor, B Vitaminen und Vitamin C. Seine heilende Wirkung wird naturheilkundlich bei Ekzemen, Lidrandentzündungen und Magen- Darmstörungen eingesetzt. 

    Vermehrung 

    Hier einige Informationen, wie man Wirsing vermehren kann: Wirsing kann man fast ganzjährig säen. Er ist eine sehr anspruchslose Pflanze. Pflanzung ist durch Saatgut möglich oder mit vorgezogenen Pflanzen.

    Klima 

    Wirsing benötigt kein besonderes Klima, er ist eine sehr anspruchslose Pflanze und wird überall auf der Welt angepflanzt. 

    Ernte 

    Wirsing kann fast ganzjährig geerntet werden. Es gibt den Sommerwirsing und den Spätwirsing. Geerntet werden die zarten Blätter, die man dann als Salat verwendet. Hat der Wirsing einen großen Kopf gebildet, schneidet man den ganzen Kopf mit einem scharfen Messer ab. Aus den kräftigeren Blättern bereitet man zum Beispiel Kohlrouladen zu, welche in vielen deutschen Regionen eine Delikatesse sind. Auch Suppen und Eintöpfe werden daraus zubereitet.

    Da er schon früh Verwendung fand und in der deutschen Küche zur Hausmannskost gehört, ist auch heute ein großes geschichtliches Interesse an alten Rezepten vorhanden und auch im Punkt kulturelles Interesse erlangt er wieder mehr Aufmerksamkeit, wie fast alle deutschen älteren Gemüsesorten. Viele sind mit der Zeit durch Neuzüchtungen in Vergessenheit geraten. Alle sind aber voll von Vitaminen und Mineralstoffen die für unsere Gesundheit von wertvoller Bedeutung sind.

  • Zucchini – Costates Romanesco

    Gesundheit 

    Die Zucchini ist ein wahrer Alleskönner. Gekocht, gebraten, gegrillt oder schlichtweg roh gegessen werden, enthält sie nicht nur die Vitamine B1, A und C, sondern auch Kalium, Kalzium, Phosphor, Natrium und Eisen, wodurch sie als vitaminreiches und kalorienarmes Gemüse eine wertvolle Ergänzung einer gesunden Ernährung darstellt. (Können bei selbst genommenen Saatgut Cucurbitacine enthalten, für zusätzliche Informationen siehe Abschnitt “Vermehrung”) 

    Vermehrung 

    Zucchini können im Zeitraum von Mitte April bis etwa Mitte/Ende Mai ausgesät werden und keimen dann bereits nach ein bis zwei Wochen. Beim Aussäen werden zwei bis drei Samen zusammen, etwa 2,5 cm tief sanft in die Erde gedrückt. Ab Mitte Mai können die Pflanzen ins Freie, da sie eine leichte Frostempfindlichkeit aufweisen. Man sollte auf einen humusreichen und feuchten Boden achten. Da die einzelnen Pflanzen jedoch recht groß werden können, sollten anderthalb bis zwei Quadratmeter pro Pflanze eingeplant werden.

    Beim Anbau der Zucchini besteht die Gefahr, dass sich das Saatgut mit dem anderer Kürbispflanzen kreuzt, wodurch es in den Früchten zu einem erhöhten Gehalt an giftigen Cucurbitacinen kommen kann. Aus diesem Grund sollten keine andersartigen Kürbisgewächse in unmittelbarer Nähe zueinander angebaut werden und auch die Verwendung von selbstgezogenen Samen als Saatgut sollte unterlassen werden. Bitte verwenden Sie nur zertifiziertes Saatgut!

    Klima 

    Zucchini kommen bestens mit dem mitteleuropäischen Klima zurecht. Sie mögen warme und sonnige Plätze und müssen regelmäßig gegossen werden. 

    Ernte 

    Die Erntezeit erstreckt sich von Juni bis in den Oktober hinein. Dabei wird die Frucht einfach abgedreht oder abgeschnitten. Zucchini können eine beachtliche Größe erreichen, wenn man sie lange genug wachsen lässt. Erntet man sie bei einer Größe von etwa 10-30 cm entsprechen sie in Erscheinung, Geschmack und Zubereitungsmöglichkeiten dem im Handel erhältlichen Äquivalent. Allerdings kann man sie auch weiterwachsen lassen, bis sie Kürbisgröße erreicht haben und dann wie ein solcher, lange gelagert und verarbeitet werden können.

  • Zuckererbsen – Norli

    Geschichte

    Norli wird circa 60 Zentimeter hoch und bringen auch sehr hohe Erträge. Sie ist sehr dekorativ mit den weißen Blüten. Es gibt natürlich auch Arten von Zuckererbsen welche eine lila Blüte besitzen. Die Stängel sind bläulich-grün und besitzen Laubblätter. Die Hülsenfrüchte sind zwischen drei und zwölf Zentimeter lang. Nach der Blüte entwickeln sich sehr viele kleine grüne Hülsen. Gepflückt werden die Zuckererbsen, wenn die Körner leicht spürbar sind. Hier sind noch ein paar Informationen über geschichtliches und kulturelles der Zuckererbse Norli.

    Die Erbse stammt aus Vorderasien und wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein. Bei der Suche nach alten Gemüsesorten im wunderschönen Ostfriesland sind auch weiß blühende Sorten von Zuckererbsen gefunden worden. Die Zuckererbse Norli kann roh gegessen werden. Sie passen auch sehr gut zu Wok-Gerichten, in Eintöpfe, in Reisgerichte und auch in Gemüsepfannen. 

    Gesundheit 

    Sie enthalten viel Kalium, Eiweiß und natürlich auch Vitamine. Außerdem enthalten die Zuckererbsen auch sehr viele Kohlenhydrate. Das Provitamin A wirkt sich sehr positiv auf die Haut und natürlich auch auf die Sehkraft aus. Sie sind auch eine wichtige Quelle für das Vitamin C. Das Vitamin C ist am Aufbau des Bindegewebes beteiligt. 

    Vermehrung 

    Die Pflanzen werden circa 60 Zentimeter hoch. Die Aussaat beginnt im März und endet im April. Der Reihenabstand beträgt 40 Zentimeter. Alle 2-3 Zentimetern ein Korn des Saatgutes fünf Zentimeter tief in die Erde drücken oder alle 40 Zentimeter 8-10 Körner tellerförmig auslegen. Das Saatgut unbedingt vor Vögeln schützen. Die Pflanzen unbedingt an Schnüren hochklettern lassen. 

    Klima 

    Hitze und Trockenheit mögen die Pflanzen der Zuckererbse nicht. Dafür gedeiht diese Pflanze besonders gut auf Lehmböden in einem gemäßigten Klima. Bei einem zu nassem Boden können die Körner faulen. Die Zuckererbse Norli ist ein Sommergemüse. 

    Ernte 

    Die Ernte von Norli beginnt Anfang Juni. Je nach Wetter sind die Zuckererbsen drei Monate nach der Aussaat des Saatgutes zur Ernte bereit. Sobald sich die Schoten an der Pflanze gebildet haben, kann mit der Ernte begonnen werden. Im Gemüsefach des Kühlschrankes sind die Schoten zwei Tage haltbar.

     

  • Zwiebeln

    Geschichte 

    Die Zwiebeln – Gelber Laaer, lat. Allium Cepa, gehören zur Gattung des Lauches. Die Pflanzen besitzen röhrig, runde Blätter. Der Blütenstand ist kugelig und dicht. Der Stängel kann bis zu 80 cm hoch werden. Der Zwiebel hat einen Durchmesser von 5-10 cm. Geschichtliches gibt es auch interessantes über die Pflanzen zu berichten. Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanze und wird schon seit ungefähr 5000 Jahren kultiviert. Bei den Ägyptern galt die Zwiebel als Opfergabe. Geschichtliches Wissen berichtet, dass Zwiebelreste im Grab des Tutanchamun gefunden wurden. Auch bei den Römern gehörte die Pflanze zu den Grundnahrungsmitteln. Erst im 15. Jahrhundert hat man begonnen in den Niederlanden verschiedene Sorten gezielt zu züchten. Die Zwiebel kann man roh als auch gekocht essen. 

    Gesundheit 

    Die Zwiebel gilt als kulturelles Gut. 2015 war sie die Heilpflanze des Jahres. Sie hat eine vielfältige Wirkung. Einerseits wirkt sie antibakteriell und andererseits kann sie Blutdruck, Blutzucker und Blutfett senken. Wenn man den Zwiebelsaft äußerlich anwendet, hilft er bei Insektenstichen, Furunkeln, Wunden und zur Nachbehandlung von Blutergüssen. Informationen darüber kann man sich auch bei Kräuterpädagogen aneignen.

    Vermehrung 

    Als kulturelles Gewächs, das man vielseitig einsetzen kann, will man die Pflanze gerne auch vermehren. Das Saatgut der Zwiebel kommt ungefähr 1 bis 2 cm tief und mit einem Reihenabstand von 25 bis 40 cm auf abgetrocknetem Boden. Das Saatgut wird ab Anfang März bis Anfang April eingesetzt. Je nachdem wie groß man die Zwiebeln bei der Ernte haben möchte, desto größer oder kleiner müssen die Reihenabstände gewählt werden. 

    Klima 

    Informationen, die man über die Pflanze hat, sind, dass sie sehr genügsam ist und sie sowohl in warmen als auch in gemäßigten Gebieten verbreitet ist. Zwiebeln brauchen um zu gedeihen einen humusreichen Boden, der aber nicht zu feucht ist. Am besten wächst sie in sandig-lehmigem Boden. Staunässe sollte vermieden werden. 

    Ernte 

    Die Zwiebel ist, je nach Aussaat, zwischen August und Oktober erntereif. Das Laub trocknet ab und knickt um. Die Zwiebel kann dann aus der Erde gezogen werden und solle bei trockenem Wetter noch ein paar Tage am Gartenboden liegen bleiben. Damit die äußerste Haut abtrocknet, sollte man die Zwiebel regelmäßig drehen. Dadurch wird sie haltbar. Die Zwiebel sollte kühl und trocken gelagert werden, dann hält sie über viele Wochen.

  • Zwiebeln – rot

    Geschichte

    Der Vorfahre der uns heute bekannten Küchenzwiebel wird in Turkmenistan oder im Iran vermutet. Da es aber nur noch reine Kulturpflanzen gibt und wilde Zwiebeln nicht mehr existieren sind weitere Informationen zur geografischen Herkunft leider nicht bekannt. Die nächste Verwandte ist die Allium vavilovii, welche im oben genannten Turkmenistan beheimatet ist. Ein geschichtliches Beispiel findet man in Babylon, Assyrien und Ägypten, denn dort war sie ein beliebtes Heil- und Nahrungsmittel. Inschriften belegen, dass sie mit anderen Gemüsesorten eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Sklaven beim Pyramidenbau war.

    Auch im alten Rom und bei den antiken Griechen fand die Zwiebel Verwendung. Bei uns fand die Pflanze erst im 16. Jahrhundert Einzug, Nachweise fand man hierzu z.B. in Pflanzenlisten von Karl des Großen. Die rote Laaer ist eine aus Österreich stammende Sorte und besitzt eine SLK-Zertifizierung der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Diese Zertifizierung erhalten nur österreichische Pflanzen, deren Bestand gefährdet ist und die regional wertvoll sind, damit trägt dieses Label zum Erhalt der Biodiversität auf unserem Planeten bei. 

    Gesundheit 

    Der Zwiebel konnten anti-asthmatische Eigenschaften nachgewiesen werden. Außerdem hat sie einen schwach Blutdruck senkende Wirkung und kann bei zu hohen Blutzucker- und Blutfettwerten helfen. Die antibakterielle Wirkung ist vor allem bei der äußerlichen Anwendung von Vorteil. Dort kann man den Zwiebelsaft z.B. bei Insektenstichen, Wunden oder bei der Nachbehandlung von Blutergüssen verwenden. Auf dem Balkan wird Zwiebelsaft außerdem gerne als Zartmacher für Fleisch genutzt. Die Sorte rote Laaer bildet runde, etwas flachere lila-rote Zwiebeln. Sie zeichnet sich vor allem durch die gute Lagerfähigkeit aus. Diese sollte dunkel, kühl und luftig erfolgen. 

    Vermehrung 

    Die Aussaat erfolgt direkt im Freien. Das Saatgut kann Anfang März bis April ausgebracht werden. Entweder das Saatgut direkt ca. 2 – 3 cm tief in die Erde drücken oder die Steckzwiebeln so tief in die Erde einbringen das nur noch die Spitze zu sehen ist. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte hier zwischen 25 – 30 cm betragen. Um einen möglichst hohen Ertrag zu erreichen, sollte ein milder oder lehmig-sandiger Boden gewählt werden, der auf jeden Fall fein krümelig ist. Die Keimtemperatur beträgt zwischen 18 – 20 °C und führt nach 14 – 21 Tagen zur Keimung des Saatgutes. 

    Klima 

    Die rote Laaer bevorzugt sonnige, warme Lagen. 

    Ernte 

    Die Ernte erfolgt von August bis September. Wenn Steckzwiebeln genutzt, werden kann bereits ab Juli geerntet werden.