Unkraut

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  • Acker-Kratzdistel

    Typ: Ausdauernde krautige Pflanze

    Wuchsgröße: Bis zu 185 cm hoch und 90 cm breit

    Wo es wächst: Sonnige Rasen-, Acker- oder Gartenflächen

    Erscheinungsbild: Die Kratzdistel hat stachelige, graugrüne Blätter und violette Blüten.

    Bekämpfung: Mulchen Sie Ihren Garten, um ihr Wachstum zu verhindern. Verwenden Sie im Frühjahr oder Herbst ein Nachauflaufherbizid in Rasenflächen oder graben Sie das Unkraut samt Wurzel mit einer Handschaufel aus.

    Garten-Tipp: Die Distel hat ein umfangreiches Wurzelsystem, das mehrere Meter aus der Hauptpflanze herauswachsen kann.

  • Brennnessel

    Typ: einjährige oder ausdauernde krautige Pflanze, selten auch als Halbstrauch

    Wuchshöhe: von 10 bis 300 Zentimetern

    Wo es wächst: in Gartenbereichen mit reichem, feuchtem Boden

    Erscheinungsbild: Dieses Gartenunkraut hat sägezahnförmige Blätter und gelbliche Blütenähren, die mit Brennhaaren bedeckt sind.

    Bekämpfung: Mulchen Sie, um das Wachstum der Brennnessel zu verhindern. Bereits wachsendes Unkraut sollten Sie ausgraben oder mit einem Nachauflaufherbizid behandeln.

    Garten-Tipp: Tragen Sie immer Handschuhe, wenn Sie in der Nähe dieser Pflanze arbeiten (die scharfen Härchen können die Haut reizen).

  • Fingerhirse

    Typ: Grasähnlich, einjährig

    Wuchsgröße: Bis 45 cm hoch und 50 cm breit

    Wo es wächst: In Gärten, auf Rasenflächen, Äckern und zwischen Pflasterfugen, in Sonne oder Schatten

    Erscheinungsbild: Die Fingerhirse ist ein grasartiges Unkraut. Dieses Rasenunkraut bildet überall dort Wurzeln, wo der Stängel Bodenkontakt hat. Die Samenköpfe breiten sich wie Finger aus. Der Gattungsname entstammt dem lateinischen Wort Digitus = Finger.

    Blütezeit: August – Oktober

    Bekämpfung: Mulchen Sie Ihren Rasen, um das Wachtum der Fingerhirse zu verhindern oder verwenden Sie ein Herbizid vor Pflanzenaufgang. Ziehen Sie die Pflanzen von Hand aus dem Boden oder behandeln Sie sie punktuell mit einem nicht-selektiven Herbizid nach Pflanzenaufgang.

    Tipp: Jede Pflanze kann bis zu 150 000 Samen produzieren, daher kann sich dieses Rasenunkraut schnell ausbreiten.

  • Giersch

    Der hartnäckigste Zeitgenosse in der Kategorie Unkraut dürfte wohl der Giersch (Aegopodium podagraria) sein. Viele Hobbygärtner haben schon reichlich Nerven lassen müssen, um diesen krautigen Gesellen wieder loszuwerden. Das leicht scharf schmeckende Kraut eignet sich aber ausgezeichnet als Gewürz in Gerichten mit Kartoffeln oder in frischen Salaten und ist gleichzeitig reich an Vitamin C. Also beim nächsten Unkrautjäten den Giersch lieber gleich in die Küche verfrachten als in die Biotonne.

  • Gundermann

    Typ: wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, kriechendes Unkraut

    Wuchsgröße: 10 bis 30 cm hoch, mehrere Meter breit, Flachwurzler

    Wo es wächst: Auf schattigen Rasenflächen

    Erscheinungsbild: Erkennen lässt sich dieses Rasenunkraut bzw. dieser Bodendecker an seinen gewellten Blättern und den violetten Blüten.

    Blütezeit: April – Juli

    Bekämpfung: Die Pflanze breitet sich sowohl durch Samen als auch durch kriechende Stämme (Stolonen genannt) aus. Mulchen Sie im Frühjahr den Garten, um das Wachstum vom Gundermann zu verhindern. In Gemüse- oder Blumengärten ziehen Sie die Pflanzen von Hand aus dem Boden oder besprühen sie im Frühjahr oder Herbst mit einem Nachauflauf-Herbizid. Versuchen Sie, das Unkraut zu ziehen, ohne es zu zerreißen, denn selbst ein winziges Stück kann als neue Pflanze heranwachsen!

    Ist Gundermann essbar? Vor dem Massenanbau von Hopfen wurde er historisch zur Herstellung von Bier verwendet. Als Mitglied der Minzfamilie hat es einen leicht minzigen Geschmack und wird oft von medizinischen Kräuterkundigen verwendet.

  • Horn-Sauerklee

    Typ: einjährige bis mehrjährige krautige Pflanze

    Wuchsgröße: niedrig wachsend, bis 20 cm

    Wo es wächst: Sonnige oder schattige Landschafts-, Rasen- oder Gartenbereiche

    Erkennungsmerkmale: Dieses Gartenunkraut hat hellgrüne Blätter, die wie Klee aussehen, und bildet becherförmige gelbe Blüten im Sommer und Herbst.

    Blütezeit: Von Mai bis Oktober

    Bekämpfung: Mulchen Sie Gartenbereiche im Frühjahr, um Unkrautwachstum zu verhindern. Schaufeln Sie den Sauerklee von Hand aus dem Boden oder besprühen Sie das Unkraut im Frühjahr oder Herbst mit einem Nachauflaufherbizid.

    Garten-Tipp: Die Blätter des Sauerklees sind in kleinen Mengen essbar und haben einen scharfen, spritzigen Geschmack von Zitronen. Allerdings sollten die Pflanzen nicht gegessen werden, wenn sie mit Pestiziden behandelt wurden. Die Pflanze kann in großen Mengen schädlich sein.

  • Löwenzahn

    Typ: ausdauernde krautige Pflanze, Tiefwurzler

    Wuchsgröße: bis 30 cm hoch, 15 – 40 cm breit

    Wo es wächst: Rasen und Gärten in Sonne oder Schatten

    Erkennungsmerkmale: Dieses häufige Rasenunkraut hat eine starke Pfahlwurzel, die Blätter sind tief eingekerbt. Die gelben Blüten verwandeln sich in Pusteblumen – die flauschigen Kugeln, die man als Kind pustete und sich etwas wünschte. Die Löwenzahnsamen sind wie Fallschirme, die im Wind fliegen.

    Blütezeit: April – Juli

    Tipp zur Unkrautbekämpfung im Rasen: Mulchen Sie, um Löwenzahn im Garten zu verhindern. Entfernen Sie Löwenzahn-Unkräuter mit einem Handschaufel aus dem Boden oder verwenden Sie ein Herbizid nach Pflanzenaufgang (zur Anwendung bei Unkräutern nach deren Auftreten) in Rasenflächen.

  • Sauerampfer

    Das Kraut mit den pfeilförmigen Blättern kommt häufig auf feuchten Wiesen und Feldern vor. Der säuerliche Geschmack der jungen Blätter des Sauerampfers (Rumex acetosa) macht sich vorzüglich in Suppen, Eintöpfen oder auch roh in Salaten und Smoothies. Sauerampfer wird eine wundheilende Wirkung nachgesagt, weshalb er oft bei Hautkrankheiten zum Einsatz kommt. Der hohe Vitamin-C- und Eisengehalt machen ihn zu einer gesunden Alternative in der Küche, von übermäßigem Verzehr ist jedoch abzuraten.

  • Schafgarbe

    Mit ihren weißen Blüten und ihrem hohen, aufrechten Wuchs ist die Schafgarbe (Achillea millefolium) auf jeden Fall eines der schönsten Unkräuter in unserem Garten. Auch als Heilpflanze ist die Schafsgarbe beliebt, denn sie hilft bei Unterleibsschmerzen, Verdauungsstörrungen und wirkt antientzündlich. Neben ihrer tollen Optik punktet die Schafgarbe aber auch mit dem Geschmack: Mit einer leicht bitteren, aromatischen Note, die oft als der Kamille ähnlich beschrieben wird, kann die Schafgarbe auch in der Küche überzeugen. Die jungen Blätter gelten als besonders schmackhaft, denn sie sind noch nicht so bitter. Meist wird die Schafsgarbe getrocknet, da sie im rohen Zustand oftmals zäh ist und als Würze für Tomaten oder als Kräutersalz dient. Auch die Blüten sind essbar und eignen sich hervorragend zur Dekoration von Speisen.

  • Vogelknöterich

    Art: Einjähriges Unkraut

    Wuchsgröße: 10 bis 40 cm hoch

    Wo es wächst: vor allem auf Wegen, Schutt, Gräben, Kiesplätzen, Trittstellen, Äckern, auf trockenem Boden in der Sonne

    Erscheinungsbild: Der Vogelknöterich ist ein invasiver Bodendecker mit eliptischen, blaugrünen Blättern, die spärlich an langen Stängeln erscheinen.

    Blütezeit: von Mai bis Oktober

    Bekämpfung: Beugen Sie dem Knöterich mit einer tiefen Mulchschicht vor oder wenden Sie im Frühjahr ein Herbizid vor Pflanzenaufgang an. Sobald die Pflanze gewachsen ist, entfernen Sie sie mit einer Handschaufel aus dem Boden oder behandeln Sie sie punktuell mit einem Herbizid.

  • Vogelmiere

    Die Vogelmiere (Stellaria media) bringt Gärtner regelmäßig zur Verzweiflung, denn sie kann sich beinahe explosionsartig im Garten ausbreiten und ist kaum auszurotten. Glücklicherweise ist sie Fluch und Segen zugleich: Die Blätter der Vogelmiere sind essbar und passen mit ihrem milden, aber dennoch aromatischen Geschmack gut zu Suppen oder Salaten. Gleichzeitig punktet die krautige Pflanze mit einem hohen Mineralstoff- und Eiweißgehalt – so mutiert die Vogelmiere schnell vom ungeliebten Gartengast zum heimlichen Star auf dem Teller.